Gesundheit

Diabetes dem Partner nicht verheimlichen

  • In GESUNDHEIT
  • 6. Juli 2018, 11:07 Uhr
  • Lars Wallerang/mp
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mp Groß-Gerau - In der Liebe sich blind auf den Partner verlassen: Dazu gehören Offenheit und Vertrauen - auch wenn es um Krankheiten geht. Pixabay.com

Wer einen Partner gefunden hat, sollte offen mit ihm umgehen. Dazu gehört auch das Thema Krankheit. Vom Verschweigen einer Diabetes raten Experten ab.


Wer einen Partner gefunden hat, sollte offen mit ihm umgehen. Dazu gehört auch das Thema Krankheit. Vom Verschweigen einer Diabetes raten Experten ab. Gehen Menschen mit Diabetes eine neue Partnerschaft ein, brauchen sie sich aber nicht unter Druck zu setzen, dem anderen gleich von ihrer Erkrankung zu erzählen.

"Manche legen die Karten sofort auf den Tisch, andere brauchen länger, um sich zu öffnen", sagt die Psychodiabetologin Dr. Ulrike Löw aus Aschaffenburg im Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber". Wichtig sei nur, den Diabetes nicht dauerhaft vor dem anderen zu verheimlichen und damit dessen Vertrauen aufs Spiel zu setzen.

Der neue Partner darf anschließend ruhig neugierig sein und auch mal vermeintlich dumme Fragen stellen. Ob es ums Blutzuckermessen, ums Kohlenhydrateberechnen oder um Insulinspritzen geht - der Neuling erlebt vielleicht zum ersten Mal, was für Menschen mit Diabetes möglicherweise schon seit vielen Jahren Alltag ist.

Im Zusammenleben mit einem chronisch Kranken schwingt für den Partner die Sorge um dessen Gesundheit immer mit. "Das ist völlig berechtigt", sagt Dr. Rainer Paust, Leiter des Instituts für Psychosoziale Medizin am Elisabeth-Krankenhaus Essen. "Besonders belastend für den Partner ist es, wenn der geliebte Mensch seinen Diabetes vernachlässigt." Paust rät, die eigene Angst in einer solchen Situation ernst zu nehmen und auch auszusprechen.

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