China

Chinesische Dichterin Liu Xia muss in Deutschland kein Asyl beantragen

  • In POLITIK
  • 11. Juli 2018, 15:06 Uhr
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Liu Xia Bild: AFP

Die nach Deutschland ausgereiste chinesische Dichterin Liu Xia muss keinen Asylantrag stellen, um dauerhaft bleiben zu können. Liu Xia erhalte einen Aufenthaltstitel auf Grundlage von völkerrechtlichen oder humanitären Gründen.

Die nach Deutschland ausgereiste chinesische Dichterin Liu Xia muss keinen Asylantrag stellen, um dauerhaft bleiben zu können. Sie erhalte einen Aufenthaltstitel auf Grundlage von völkerrechtlichen oder humanitären Gründen und könne sich somit unbegrenzt in Deutschland aufhalten, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Mittwoch. Die Witwe des Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo war am Dienstag in Berlin gelandet.

Die Bundesregierung sei "froh und erleichtert", dass sich Liu Xia nun in Deutschland befinde, sagte Vize-Regierungssprecherin Martina Fietz. Nach Angaben des chinesischen Außenministeriums verließ sie die Volksrepublik "auf eigenen Wunsch" zur medizinischen Behandlung. Freunden zufolge leidet sie unter schweren Depressionen.

Seit der Verleihung des Friedensnobelpreises an ihren Mann im Jahr 2010 war Liu Xias Bewegungsfreiheit massiv eingeschränkt, sie stand unter ständiger Bewachung - ohne je eines Verbrechens beschuldigt worden zu sein. Ihr Mann Liu Xiaobo war im Juli vergangenen Jahres an Leberkrebs gestorben.

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