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Eritreas Präsident Afwerki reist nach Äthiopien

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Abiy Ahmed (l.) und Issaias Afwerki Bild: AFP

Im Zuge des diplomatischen Tauwetters zwischen den beiden Nachbarländern reist Eritreas Präsident Issaias Afwerki heute nach Äthiopien. Die beiden Staaten am Horn von Afrika hatten erst am Montag offiziell ihren Kriegszustand beendet.

Im Zuge des diplomatischen Tauwetters zwischen den beiden früheren Kriegsgegnern reist Eritreas Präsident Issaias Afwerki heute nach Äthiopien. Nach jahrzehntelanger Feindseligkeit hatten die beiden Staaten am Horn von Afrika erst am Montag offiziell ihren Kriegszustand beendet. Bei einem Besuch des äthiopischen Regierungschefs Abiy Ahmed in Eritreas Hauptstadt Asmara vereinbarten Abiy und Afwerki die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen und unterzeichneten eine Friedenserklärung.

Das Abkommen markiert eine Kehrtwende im Verhältnis beider Länder: Eritrea hatte sich Anfang der 90er Jahre nach einem drei Jahrzehnte währenden Krieg von Äthiopien abgespalten und sich 1993 für unabhängig erklärt. Das weit größere Äthiopien verlor dadurch den direkten Zugang zum Roten Meer. Wegen eines Grenzkonflikts führten die beiden Länder am Horn von Afrika von 1998 bis 2000 dann wieder einen Krieg gegeneinander, in dem rund 80.000 Menschen getötet wurden. Seitdem lagen die Beziehungen auf Eis.

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