Bildung

Mehr Studenten und Wissenschaftler aus dem Ausland in Deutschland

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Hörsaal der Universität Kassel Bild: AFP

Die deutschen Hochschulen ziehen immer mehr Studenten und Wissenschaftler aus dem Ausland an. Die Zahl ausländischer Studierender stieg im vergangenen Jahr um fünf Prozent auf 359.000, wie aus dem Bericht 'Wissenschaft weltoffen' hervorgeht.

Die deutschen Hochschulen ziehen immer mehr Studenten und Wissenschaftler aus dem Ausland an. Die Zahl ausländischer Studierender stieg im vergangenen Jahr um fünf Prozent auf 359.000, wie aus dem am Dienstag vom Bundesbildungsministerium vorgestellten Bericht "Wissenschaft weltoffen" hervorgeht. Im Jahr 2016 arbeiteten demnach 46.000 Wissenschaftler aus dem Ausland an deutschen Hochschulen und damit sechs Prozent mehr als im Vorjahr.

Seit 2007 stieg die Zahl der ausländischen Wissenschaftler laut dem vom Bildungsministerium zusammen mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) vorgestellten Bericht sogar um 84 Prozent. Bei der Zahl der ausländischen Studenten in Deutschland wurde zudem bereits im Jahr 2017 die von Bund und Ländern für 2020 gesteckte Zielmarke von 350.000 Studenten übertroffen.  

"Deutschland ist ein international hoch attraktiver Wissenschaftsstandort und profitiert vom internationalen Austausch", erklärte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU). Das deutsche Wissenschafts- und Hochschulsystem sei international vernetzt und im besten Sinne weltoffen - "allen Abschottungsdiskursen zum Trotz".

Im Gegenzug zieht es auch viele deutsche Studierende zumindest zeitweise ins Ausland. Die Zahl sei auf "gleichbleibend hohem Niveau", erklärte DAAD-Präsidentin Margret Wintermantel. Im Ausland an einer Hochschule eingeschrieben waren laut dem Bericht im Jahr 2015 knapp 138.000 Deutsche. Dazu kommen aber noch Auslandsaufenthalte im Rahmen eines Studiums oder die Teilnahme am Erasmus-Programm.

Wintermantel forderte weitere Anstrengungen, um für einem Auslandsaufenthalt während des Studiums zu werben. "Wir dürfen nicht nachlassen, jungen Menschen den Wert eines Studienaufenthalts im Ausland zu vermitteln", erklärte die DAAD-Präsidentin. Neben dem Erwerb neuen Wissens trage es auch zur Persönlichkeitsbildung bei, sich weit weg von der gewohnten Umgebung zurechtzufinden. Es bleibe bei dem Ziel, dass die Hälfte aller deutschen Hochschulabsolventen zu Studienzwecken im Ausland gewesen sein sollten.

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