Banken

David Solomon wird neuer Chef von Goldman Sachs

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Goldman-Sachs-Zentrale in Manhattan Bild: AFP

Die US-Investmentbank Goldman Sachs will sich mit einem neuen Chef neu aufstellen. Das Finanzinstitut ernannte am Dienstag David Solomon zum Nachfolger des langjährigen Geschäftsführers Lloyd Blankfein, der seinen Posten zum 1. Oktober aufgibt.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs bekommt einen neuen Chef. Das Finanzinstitut ernannte am Dienstag David Solomon zum Nachfolger des langjährigen Geschäftsführers Lloyd Blankfein, der den Posten zum 1. Oktober aufgibt. Der Führungswechsel ist Teil einer Strategie, mit der die Bank sich auch jenseits der Wall Street breiteren Kundenschichten zuwenden will.

Die einflussreiche Investmentbank will künftig ihren Kundenstamm auch mit Dienstleistungen wie Online-Banking und dem Kreditkartengeschäft vergrößern. Der Löwenanteil des Umsatzes wird aber auch weiterhin aus dem Geschäft mit Unternehmenskunden und etwa Beratungsleistungen bei Firmenübernahmen kommen.

Ein Grund für die Neuausrichtung der Bank ist auch die verschärfte Regulierung für Banken seit der Finanzkrise 2008. Mit dem Abgang des 63-jährigen Blankfein ist Jamie Dimon von JPMorgan der letzte verbliebene Investmentbankchef aus dieser Ära. 

Blankfein, der noch bis Ende des Jahres Vorsitzender des Verwaltungsrates von Goldman Sachs bleiben soll, bis er dann auch diesen Posten an Solomon übergibt, lobte seinen Nachfolger am Dienstag als die "richtige Person", um die Bank zu führen. Der 56-Jährige habe in der Vergangenheit die Fähigkeit bewiesen, dass er "kreative Wege identifizieren kann, unsere Unternehmenskultur zu verbessern". Außerdem habe Solomon "die Kunden in den Mittelpunkt unserer Strategie gestellt".

Für das zweite Quartal meldete Goldman Sachs einen enormen Gewinnsprung auf 2,3 Milliarden Dollar (knapp zwei Milliarden Euro) - ein Anstieg von 44 Prozent. Die Ernennung Solomons war erwartet worden, nachdem sein einziger Gegenkandidat für den Posten, der frühere Vizepräsident der Investmentbank, Harvey Schwartz, im März seinen Rückzug erklärt hatte.

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