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Verkauf der Produktionsfirma von Harvey Weinstein abgeschlossen

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Harvey Weinstein nach einem Gerichtstermin am 9. Juli Bild: AFP

Die Firma des früheren Hollyood-Moguls Harvey Weinstein existiert nicht mehr. Der Verkauf der Weinstein Company sei abgeschlossen, teilten ihre neuen Besitzer, Lantern Capital Partners, mit und stellten das Nachfolgeunternehmen Lantern Entertainment vor.

Die Firma des früheren Hollyood-Moguls Harvey Weinstein existiert nicht mehr. Der Verkauf der Weinstein Company sei abgeschlossen, teilten ihre neuen Besitzer, Lantern Capital Partners, am Montag mit und stellten das Nachfolgeunternehmen Lantern Entertainment vor. Neun Monate nach Bekanntwerden der Missbrauchsvorwürfe gegen Harvey Weinstein wurde dessen Firma damit Berichten zufolge für 289 Millionen Dollar (247 Millionen Euro) verkauft. Zunächst war noch von einem Verkaufspreis von 310 Millionen Dollar die Rede gewesen. 

"Heute schlagen wir eine neue Seite auf, um von vorne anzufangen", erklärten die Ko-Chefs von Lantern Entertainment, Andy Mitchell und Milos Brajovic. Mit dem Verkauf gehen neben dem Fernsehgeschäft mehr als 270 Filme in den Besitz von Lantern über, die zusammen weltweit mehr als zwei Milliarden Dollar einspielten, darunter die Oscar-gekrönten Filme "The King's Speech" und "Inglourious Basterds". 

Vergangene Woche hatte die Weinstein Company mitgeteilt, dass nach dem Verkaufsabschluss vier der fünf Verwaltungsratsmitglieder zurücktreten würden, darunter Harvey Weinsteins Bruder und Firmen-Mitgründer Bob Weinstein.

Harvey Weinstein war kurz nach Bekanntwerden der ersten Vorwürfe sexueller Übergriffe im Oktober von seiner Produktionsfirma entlassen worden. Seither warfen ihm mehr als hundert Frauen derartige Taten vor, darunter Stars wie Salma Hayek, Angelina Jolie und Gwyneth Paltrow. Inzwischen wurde er von der New Yorker Justiz wegen mutmaßlicher Gewaltakte gegen drei Frauen angeklagt. Weinstein bestreitet, jemals Frauen gegen ihren Willen zum Sex gezwungen zu haben. 

Die Vorwürfe gegen Weinstein brachten eine breite Kampagne gegen sexuelle Gewalt in der Filmbranche wie allgemein im Berufsleben ins Rollen.

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