Agrar

Grüne fordern Tempo bei Hilfe für dürregeplagte Bauern

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Trockenes Feld in Schleswig-Holstein Bild: AFP

Die Grünen fordern angesichts der anhaltenden Hitze und Trockenheit mehr Tempo bei der Diskussion um staatliche Hilfen für notleidende Bauern. 'Das kann viel, viel schneller gehen' sagte der agrarpolitische Sprecher Friedrich Ostendorff.

Die Grünen fordern angesichts der anhaltenden Hitze und Trockenheit mehr Tempo bei der Diskussion um staatliche Hilfen für notleidende Bauern. "Das kann viel, viel schneller gehen" sagte der agrarpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Friedrich Ostendorff, am Montag im ARD-"Morgenmagazin". Er äußerte sich zur Haltung des Bundeslandwirtschaftsministeriums, für Entscheidungen über mögliche Hilfszahlungen bis Ende August abwarten zu wollen.

Die Bilanz für die Getreideernte liege vor, sagte Ostendorff in der ARD. Es sei "nicht akzeptabel", die Landwirte so lange warten zu lassen. Vielen Betrieben müsse jetzt geholfen werden, weil sie bereits das Winterfutter an ihre Tiere verfütterten. Der Grünen-Agrarexperte, der selbst Landwirt ist, bezog sich auf Äußerungen von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU).

Sie hatte sich vergangene Woche zunächst nicht auf konkrete Hilfen des Bundes festlegen wollen und kündigte weitergehende Entscheidungen für die Kabinettssitzung am 22. August an. Auch dann werde es aber wohl noch keinen Beschluss zu konkreten Finanzhilfen geben, sagte sie. Klöckner vermied es auch, sich zu der Forderung des Deutschen Bauernverbands nach Finanzhilfen in Höhe von einer Milliarde Euro zu äußern.

Dazu sagte auch Ostendorff, diese Summe sei "aus der Luft gegriffen". Natürlich kosteten die erwarteten Ernteausfälle Geld, unklar sei aber noch, wieviel genau. Er halte es für problematisch, mit dieser Zahl an die Öffentlichkeit zu gehen. Das erschwere auch die Diskussion über die Finanzhilfen.

Beim Wetter ist weiterhin keine Entspannung in Sicht. Auch die neue Woche beginnt heiß und trocken.

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