Karriere

Guterres ernennt Chiles Ex-Präsidentin Bachelet zur Menschenrechtskommissarin

  • In KARRIERE
  • 8. August 2018, 23:13 Uhr
  • AFP
img
Michelle Bachelet Bild: AFP

UN-Generalsekretär Antonio Guterres will nach Diplomatenangaben die frühere chilenische Präsidentin Michelle Bachelet zur neuen UN-Menschenrechtskommissarin ernennen. Die Personalentscheidung muss aber noch von der UN-Vollversammlung bestätigt werden.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat die frühere chilenische Präsidentin Michelle Bachelet zur neuen UN-Menschenrechtskommissarin ernannt. Das teilten die Vereinten Nationen in New York am Mittwoch mit. Die Personalentscheidung muss noch von der UN-Vollversammlung bestätigt werden.

Der UN-Mitteilung zufolge unterbreitete Guterres der Vollversammlung den Vorschlag. Zuvor hatten Diplomaten gesagt, die chilenische Ex-Präsidentin habe sich bereit erklärt, den Posten zu übernehmen.

Die 66-jährige Bachelet soll dem Jordanier Zeid Ra'ad Al Hussein im Amt nachfolgen, der seit September 2014 UN-Menschenrechtskommissar ist. Er strebt keine zweite Amtszeit an, nachdem er die Unterstützung einflussreicher Länder verloren hatte. Zeid hatte sich unter anderem als scharfer Kritiker von US-Präsident Donald Trump profiliert.

Bachelet gehört zu den einflussreichsten Politikerinnen der Welt. Die linksgerichtete Politikerin war zwei Mal Präsidentin ihres Landes, von 2006 bis 2010 und von 2014 bis 2018. 2010 wurde sie zur Leiterin von UN Women, der neuen UN-Organisation für die Gleichberechtigung von Frauen, ernannt. 

Bachelet genießt auch deshalb international Anerkennung, weil sie sich gegen die Diktatur in Chile unter Augusto Pinochet gestellt hatte und deshalb in den 70er Jahren inhaftiert und gefoltert worden war. Nach ihrer Freilassung ging sie nach Australien und dann in die DDR. 1979 kehrte sie nach Chile zurück. Nach dem Ende der Diktatur in Chile 1990 startete die ausgebildete Ärztin eine politische Karriere im Gesundheitsministerium.

ogo 

STARTSEITE