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Abdo Benítez als neuer Staatschef von Paraguay vereidigt

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  • 15. August 2018, 17:10 Uhr
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Paraguays neuer Präsident Mario Abdo Benítez Bild: AFP

Paraguays neuer Staatschef Mario Abdo Benítez von der rechten Colorado-Partei hat am Mittwoch in der Hauptstadt Asunción seinen Amtseid abgelegt. Er versprach, auf die Opposition zuzugehen.

Paraguay hat ein neues Staatsoberhaupt. Mario Abdo Benítez von der rechten Colorado-Partei legte am Mittwoch vor dem Kongress in der Hauptstadt Asunción seinen Amtseid ab. Anwesend waren unter anderen die Staatschefs Argentiniens, Brasiliens und Kolumbiens, Mauricio Macri, Michel Temer und Iván Duque. Auch der bolivianische Präsident Evo Morales und sein uruguayischer Kollege Tabaré Vázquez nahmen teil. Abdo versprach, auf die Opposition zuzugehen. Seine Partei verfügt über 17 von 45 Senatoren sowie über 41 von 80 Abgeordneten.    

Abdos Vater war Privatsekretär des ehemaligen Diktators Alfredo Stroessner, der Paraguay von 1954 bis 1989 mit eiserner Hand regierte. Der Opposition zufolge ließ der Sohn eines Bayern und einer Paraguayerin 3000 politische Gegner "verschwinden" oder ermorden. Aus politischen oder wirtschaftlichen Gründen gingen während der Militärherrschaft des Generals mehr als zwei Millionen Paraguayer ins Exil.

Abdo hatte die ersten Worte seiner Siegesansprache nach der Präsidentschaftswahl im April seinem Vater gewidmet. Dieser sei ein "großer Colorado-Politiker" gewesen. Die Colorado-Partei ist seit 1947 an der Macht - mit einer Ausnahme: Der linksgerichtete ehemalige Bischof Fernando Lugo wurde 2008 zum Staatschef gewählt. Im Juni 2012 wurde er entmachtet, nachdem der Kongress ihn für den Tod von 17 Menschen bei Ausschreitungen zwischen Polizisten und Bauern verantwortlich gemacht hatte. 

Der 46-jährige Abdo, ein in den USA ausgebildeter Unternehmer, wurde für fünf Jahre gewählt. Er tritt die Nachfolge von Horacio Cartés an, ein Geschäftsmann der Colorado-Partei, der inzwischen als Senator amtiert.

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