Fahrrad

Subaru MTB E1 E-Mountainbike: Ein Stromer-Bike vom Allrad-Spezialisten im Test

img
mid Groß-Gerau - Entspanntes Radeln: Das 2018er Subaru MTB E1 E-Mountainbike. Subaru

Der Allrad-Spezialist Subaru bietet so einiges mehr, als nur Automobile mit starken Boxermotoren. In der aktuellen BikeLine 2018 hat der japanische Autobauer den Zweirad-Trend mit im Angebot. Subaru vertreibt nämlich auch E-Bikes. Der Motor-Informations-Dienst (mid) hat sich auf den elektrisch unterstützten Drahtesel geschwungen.

Der Allrad-Spezialist Subaru bietet so einiges mehr als nur Automobile mit starken Boxermotoren. In der aktuellen BikeLine 2018 hat der japanische Autobauer den Zweirad-Trend mit im Angebot. Subaru vertreibt nämlich auch E-Bikes.

Ein Fahrrad? Von Subaru? Ja, genau richtig! Kein Allrad und kein Boxermotor. Und auch keine vier Räder. Subaru fertigt seit 2016 in Zusammenarbeit mit dem Spezialisten JBS-Trading eine ganze Reihe an Zweirädern, mit und ohne Elektromotor. Das 2018er Subaru MTB E1 E-Mountainbike ist für 2.549 Euro zu haben. Ein stolzer Preis für ein Fahrrad, dennoch liegt das japanische Zweirad damit in einer guten Preis-Leistungs-Spanne.

Das Hardtrail wird von einem Shimano E6000 Motor und einem Li-Ion-Akku mit einer Kapazität von 418 Wh beflügelt und verspricht hochwertige und langanhaltende Freude. In zwei Stunden an der Haushaltssteckdose ist der Akku zu 80 Prozent geladen, in vier Stunden randvoll. Das Antriebsstück ist nur 3,2 Kilo schwer, das E-Mountainbike bringt dadurch knapp 20 Kilogramm auf die Waage und macht auch den Transport zum Beispiel im Urlaub oder das Abstellen im Keller nicht zum unmöglichen Kraftakt.

Das Subaru MTB E1 steht auf Schwalbe Nobby Nic-Gummis. Die Rock Shox Recon RL-Federgabel lässt sich weich oder starr schalten, steckt Schlaglöcher in unebenen Waldwegen mühelos weg und sorgt auf Asphalt für komfortables Vorwärtskommen ohne Kraftverschwendung. Shimano liefert auch die 10-Gang-Kettenschaltung XT, die sich individuell auf die eigene Sportlichkeit anpassen lässt. Am Fahrrad-Bordcomputer lassen sich Geschwindigkeit, Tageskilometer, Gesamtkilometer, Reichweite, Batteriekapazität sowie die durchschnittliche und maximale Geschwindigkeit ablesen.

In Nachtblau-matt lackiert mit weißem Dekor fährt das Stromer-Bike um die Ecke und stellt sich sehr edel und schick dar. Der Elektromotor ist hinter der Pedalerie gut versteckt und der Akku auf dem unteren Rahmen-Rohr montiert. Die Verarbeitung des gesamten Rahmens sowie die Schweißnähte machen einen guten und stabilen Eindruck, so wie man es von einem Mountainbike erwartet. Der Lenker ist fast ganz gerade und sehr breit, vermittelt dadurch aber ein sicheres Gefühl im Straßenverkehr - und ist wohl typisch E-Mountainbike. Auch typisch: die fehlende Beleuchtung und Klingel, die man im Subaru-Zubehör gegen Aufpreis findet. Diese Extras sind für die Verkehrssicherheit des Pedelec zwingend erforderlich und ersparen nerviges Aufmerksammachen im Straßenverkehr bei Überholmanövern von Fußgängern und anderen Radfahrern.

Das E-Mountainbike von Subaru bietet eine elektronische Unterstützung bis 25 km/h. Die Stärke der Unterstützung lässt sich in drei Stufen per Knopfdruck am Bordcomputer einstellen in "Eco", "Normal" und "High". Bei der größtmöglichen Unterstützung "High" ist alle Bemühung, das Zweirad voranzubringen, dahin. Es fühlt sich an, als würde man zu Fuß durch die Stadt bummeln. Der Motor unterstützt leicht ruckartig - fast schubweise, und man muss sich zunächst daran gewöhnen, immer im gleichen Rhythmus in die Pedale zu treten. Den Rhythmus einmal gefunden, lässt man auch steile Berge schnell und vor allem ganz ohne Abmühen hinter sich. Ganz so leise verrichtet der Shimano-Mittelantrieb seinen Dienst leider nicht, gerade im Leerlauf hört man dem Motor recht laut seine Abschaltung an. Heimliches E-Biken ist da nicht drin. Auch knarrt die Pedalerie in Abhängigkeit vom gewählten Gang, als ob der Drahtesel schon Tausende von Kilometern auf dem Tacho hätte.

Der Vorteil: Die Gesundheit wird gefördert, denn der Arbeitsweg bei frühmorgendlichem Sonnenschein lässt sich fast genauso schnell auf dem Subaru MTB E1 E-Mountainbike abspulen, wie der Weg mit dem Pkw über die Landstraße durch den Berufsverkehr. Und: Die Akkulaufzeit ist erstaunlich hoch und unterstützt das Radeln für fast 150 Kilometer ohne Zwischenladen.

Unser Fazit: Wer den Start für einen gesünderen und sportlicheren Lebensstil sucht, der findet bei Subaru den idealen Begleiter und Motivator. Der Weg zur Arbeit oder eine abendliche Ausfahrt gen Sonnenuntergang werden zur sportlichen Routine und lassen sich perfekt in den Alltag integrieren. Auch kleinere Einkaufsfahrten zum Supermarkt erledigt man mit Freude auf zwei Rädern. Das Fluchen bei Gegenwind, schweißtreibende Bemühungen am Berg - das alles ist dahin. Und ganz nebenbei schonen E-Biker auch noch die Umwelt. Für alle Sportfreaks unter uns sei zum Schluss erwähnt: Ein E-Bike wird nicht befriedigen. Wem Schweiß egal ist und wer sich gerne für die Bikini-Figur quält, der ist mit seiner eigenen Antriebskraft genauso schnell - wenn nicht sogar schneller.

Bianca Burger / mid

Technische Daten Subaru MTB E1:
Rahmen: H-29E Steps, Motor/E-Ausstattung: Shimano Mittelmotor DU-6001 Steps, Schaltung: Shimano XT 10-fach Kettenschaltung, Bremsen: Shimano Scheibenbremsen M-396 180/180 mm Rotor, Gabel: Rock Shox Recon RL 120 mm 15 mm Steckachse, Laufräder: Mach 1 Neo Disc mit Schwalbe Nobby NMic 29x2,25, Anbauteile: Shimano, Control Tech ONE, FSA, Gewicht: 19,8 kg (in mittlerer Rahmengröße ohne Pedale), Preis: 2.549,00 Euro.

STARTSEITE