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Tesla-Chef Musk räumt Überlastung und Arbeitsmarathon ein

  • In UMWELT
  • 17. August 2018, 15:20 Uhr
  • AFP
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Tesla-Chef Musk Bild: AFP

Tesla-Chef Elon Musk hat nach dem Wirbel um seinen Tweet zum möglichen Rückzug des Unternehmens von der Börse gesundheitliche Belastungen eingeräumt. 'Das vergangene Jahr war das schwierigste und schmerzhafteste Jahr meiner Karriere', sagte er.

Tesla-Chef Elon Musk hat nach dem Wirbel um seinen Tweet zum möglichen Rückzug des Unternehmens von der Börse gesundheitliche Belastungen eingeräumt. "Das vergangene Jahr war das schwierigste und schmerzhafteste Jahr meiner Karriere", sagte der Chef des US-Elektroautobauers der "New York Times" am Donnerstag (Ortszeit). "Es war qualvoll."

Er berichtete der Zeitung demnach von Arbeit rund um die Uhr, um die Produktionsziele zu erreichen. Er habe jede Stunde seines 47. Geburtstags im Juni mit Arbeit verbracht und beinahe die Hochzeit seines Bruders verpasst. "Freunde sind vorbeigekommen, die sich wirklich Sorgen gemacht haben."

Musk hatte Anfang vergangener Woche mit einer Reihe von Tweets für Wirbel und Verwirrung gesorgt, in denen er Pläne eines Börsenrückzugs erwähnte. Dabei schrieb er auch, dass die Finanzierung gesichert sei und er Chef des Unternehmens bleiben wolle. Erst später gab es eine offizielle Firmenmitteilung. Der Handel mit den Tesla-Aktien wurde vorübergehend ausgesetzt - mittlerweile beschäftigt sich Medienberichten zufolge die US-Börsenaufsicht mit dem Fall.

Auch den Vorstand des Unternehmens überraschte der Firmenchef mit seiner Ankündigung. Gegenüber der "New York Times" gestand er nun ein, dass niemand seinen Tweet mit der Ankündigung zum möglichen Börsenrückzug gelesen habe, bevor er online ging. Dennoch bereue er ihn nicht. "Wieso sollte ich?", sagte er. Seinen Worten zufolge waren die Äußerungen auf Twitter ein Versuch, transparenter zu kommunizieren.

Tesla steht derzeit unter wachsendem Druck des Marktes, seine Produktionszahlen beim Modell 3 zu erhöhen, mit dem Musk den Massenmarkt erobern will. Das Modell soll umgerechnet 30.000 Euro kosten. Tesla war 2010 an die Börse gegangen, Musk hält selbst knapp 20 Prozent der Anteile.

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