Internet

US-Präsident Trump wirft sozialen Medien "Zensur" konservativer Meinungen vor

  • In LIFESTYLE
  • 19. August 2018, 15:37 Uhr
  • AFP
img
US-Präsident Donald Trump Bild: AFP

US-Präsident Donald Trump hat Online-Netzwerken die 'Zensur' konservativer Meinungen vorgeworfen. 'Sie unterdrücken die Meinungen vieler Menschen des rechten Spektrums und gehen gleichzeitig gegen andere gar nicht vor', schrieb er am Samstag beim Kurzbotschaftendienst Twitter. Seine Regierung werde dies nicht zulassen, da 'Zensur' gefährlich sei. Kürzlich hatten soziale Medien wie Facebook den ultrarechten US-Verschwörungstheoretiker Alex Jones gesperrt.

US-Präsident Donald Trump hat Online-Netzwerken eine "Zensur" konservativer Meinungen vorgeworfen. "Sie unterdrücken die Meinungen vieler Menschen des rechten Spektrums und gehen gleichzeitig gegen andere gar nicht vor", schrieb er am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Seine Regierung werde dies nicht zulassen, da "Zensur" gefährlich sei.

Kürzlich hatten soziale Medien wie Facebook den ultrarechten US-Verschwörungstheoretiker Alex Jones vorübergehend gesperrt. Jones war im Wahlkampf 2016 als Trump-Unterstützer in Erscheinung getreten. Facebook sperrte Jones' vier wichtigste Seiten bei dem Netzwerk wegen "Verherrlichung von Gewalt" und "entmenschlichender" Sprache gegenüber Muslimen, Migranten und Transgender-Menschen. Auch Twitter, Apple, Spotify und YouTube sperrten Jones' Konten. 

Jones betreibt die Internetseite "Infowars", auf der er zahlreiche Verschwörungstheorien verbreitet. Er behauptet unter anderem, die US-Regierung sei in die Anschläge vom 11. September 2001 verwickelt gewesen und das Massaker an der Sandy-Hook-Schule 2012 sei nur vorgetäuscht worden, um eine Verschärfung des Waffenrechts durchzusetzen.

Der Kurzbotschaftendienst Twitter sperrte Jones' Konto am Dienstag für eine Woche. Zwar können Nutzer die Seite weiterhin aufrufen, Jones selbst kann jedoch während dieser Zeit keine Botschaften verbreiten. 

Twitter-Chef Jack Dorsey wies Trumps Diskriminierungs-Vorwürfe entschieden zurück. "Das tun wir nicht, Punkt", sagte er dem Sender CNN laut am Samstag veröffentlichten Äußerungen. "Wir bewerten Inhalte nicht anhand der politischen Meinung oder von Ideologien. Wir bewerten das Verhalten", fügte Dorsey hinzu. "Bei Twitter müssen wir frei von Vorurteilen sein." 

Erneut wandte sich Trump am Samstag auch gegen die Medien. "Wenn ihr Fake News ausmerzen wollt, ist nichts so fake (falsch) wie CNN und MSNBC, und trotzdem verlange ich nicht, dass deren krankes Verhalten beseitigt wird", schrieb Trump über die beiden Fernsehsender, die er besonders häufig kritisiert.

Trump wirft auch etablierten US-Medien immer wieder "Fake News" vor und brandmarkte sie wiederholt als "Feinde des Volkes". Daher hatten am Donnerstag in einer abgestimmten Aktion mehr als 300 Tageszeitungen in Leitartikeln vor einer Gefährdung der Pressefreiheit durch den Präsidenten gewarnt.

STARTSEITE