Testbericht

Das P1 Powerone Trekking: Ein E-Mountainbike im Gewand eines klassischen Hardtails

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Das P1 Powerone Trekking

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Das E-Bike erobert seit einigen Jahren den Fahrradmarkt. Obwohl unter "echten" Radfahrern häufig verpönt, nimmt sein Marktanteil beständig zu und immer durchdachtere und ausgefeiltere Antriebsvarianten führen zu immer unauffälligeren Fahrrädern im elektrischem Zusatzantrieb. Ein Paradebeispiel, wie effektive Kraftunterstützung optisch nicht ersichtlich sein muss, ist das P1 Powerone.

Das Pro und Contra eines Mountainbikes

Auf den ersten Blick kommt das P1 Powerone wie ein echtes, vollwertiges Mountainbike da-her. Große, grobstollige Reifen, ein Agilität versprechender Rahmen, sowie ein breiter Lenker für Fahrsicherheit selbst unter widrigsten Umständen. Dazu versprechen der bequeme Sattel und die Federgabel mit ausreichend dimensioniertem Federweg den gewünschten Fahrkomfort. Wären da nicht die Nachteile, die viele "echte" Mountainbikes mit sich bringen... Große Reifen mit grobem Profil waren bei den klassischen Mountainbikes ein Garant für hohe Rollwiderstände und müde Beine, sollten doch einmal etwas längere Distanzen auf Asphalt zurückgelegt werden. Dazu kam bei typischen Mountainbikes eine extrem hohe Geländegängigkeit, jedoch keine Übersetzung für hohes Tempo auf ebener Straße.

Wie das P1 Powerone die Nachteile beseitigt

Hier schafft das P1 Powerone Abhilfe. Denn sein Zuschnitt und seine Geometrie versprechen dieselben geländegängigen Eigenschaften bei einer sehr guten Beherrschbarkeit, wie man sie früher von Mountainbikes kannte. Allerdings sorgt es mit der Unterstützung eines versteckt installierten Elektromotors für ein rasches Fortkommen trotz bulliger Reifen und ermüdungs-freies Fahren auch bei längeren Strecken. Das P1 Powerone schafft es also, die Krankheiten klassischer Mountainbikes in der Alltagsnutzung durch die gezielte Kombination mit den Vorzügen eines E-Bikes zu eliminieren. Die Stärken des Mountainbikes bleiben dagegen voll und ganz erhalten.

Technik, die Begeisterung verspricht

Die technischen Daten von Antrieb, Akku und Steuerung entsprechen den Charakteristika vergleichbarer E-Bikes, so dass diese hier nicht erneut aufgezählt werden müssen. Die effektiven Stärken des P1 Powerone liegen zwar nicht in einer höheren Leistung, sondern in zahl-reichen anderen Belangen, die die tägliche Nutzung komfortabel und angenehm gestalten:

- Geringes Gewicht
- Gute Verarbeitung
- Das Display ist zentral positioniert und groß ausgeführt
- Der Preis liegt in dieser Leistungsklasse unter dem Durchschnitt
- Die Batterie ist unsichtbar im Unterrohr versteckt
- Der Nabenmotor bringt Leistung, ohne auf den ersten Blick ins Auge zu fallen
- Das P1 Powerone stellt ein gutes Allroundmodell mit einer ausgezeichneten Alltagstauglichkeit dar

Kein E-Bike ohne Einschränkungen

Negativ schlägt beim P1 Powerone dagegen die geringe Reichweite zu Buche. Diese liegt mit nur rund 55 Kilometern in einem Bereich, wo ambitionierte Hobbyfahrer bereits an ihre Grenzen stoßen. Verschuldet wird sie durch die schlanke Bauform des Akkus, der nur so unsichtbar im Unterrohr verschwinden kann. Optik wird hier ganz klar mit Leistungseinbußen erkauft

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Fazit - ein vollwertiges E-Bike mit einem gelungenen Kompromiss zwischen Leistung und Unauffälligkeit

Das P1 Powerone ist solide, günstig und optisch ansprechend. Wer mit der geringen Reich-weite leben kann, bekommt hier ein echtes Mountainbike zum guten Preis, das einem nahezu unsichtbar in Sachen Vortrieb unter die Arme greift.

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