USA

Schäuble warnt vor weiteren Risiken für die Finanzstabilität

img
Schäuble im Bundestag Bild: AFP

Zehn Jahre nach dem Ausbruch der Finanzkrise sieht Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) keinen Grund für eine Entwarnung und Lockerung der Regulierung.

Zehn Jahre nach dem Ausbruch der Finanzkrise sieht Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) keinen Grund für eine Entwarnung und Lockerung der Regulierung. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich mahne, dass "die enorm hohe Liquidität allerorten die Gefahr neuer Blasen mit sich bringt", sagte Schäuble dem "Handelsblatt" vom Freitag. Hinzu kämen neue Technologien wie Blockchain und Kryptowährungen wie Bitcoin. "Da müssen sich die Notenbanken fragen, ob sie überhaupt noch die nötigen Instrumentarien zur Aufsicht und Kontrolle haben". 

Der frühere Finanzminister kritisierte auch die Manager. "Mein Respekt gegenüber Verantwortlichen aus der Bankenwelt war schon nicht sonderlich ausgeprägt, als ich Finanzminister wurde. Und dieser Respekt nahm dann noch weiter ab", sagte Schäuble dem "Handelsblatt". Er glaube aber auch heute noch nicht, dass staatliche Bürokratie Probleme besser lösen könne, "Alles der Regulierung anzuvertrauen geht sicher schief." 

Der Bundestagspräsident sieht Pläne skeptisch, das europäische Finanzsystem unabhängiger von den USA zu machen. "Mehr Distanz zu Amerika hat bislang jedenfalls nicht dazu geführt, dass unser eigener Einfluss in der Welt gewachsen wäre", sagte Schäuble. 

STARTSEITE