Holz

Regierung schätzt Dürreschäden in der Forstwirtschaft auf 758 Millionen Euro

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Buchenwald in Nordrhein-Westfalen Bild: AFP

Die extreme Trockenheit in diesem Sommer hat Schätzungen zufolge Schäden in Höhe von mindestens 758 Millionen Euro in deutschen Wäldern verursacht. Berücksichtigt seien Schäden 'durch vertrocknete Aufforstungen und Kulturen'.

Die extreme Trockenheit in diesem Sommer hat Schätzungen zufolge Schäden in Höhe von mindestens 758 Millionen Euro in deutschen Wäldern verursacht. Berücksichtigt seien Schäden "durch vertrocknete Aufforstungen und Kulturen" seit Jahresbeginn, nicht aber Waldbrände, wie aus einer Antwort des Bundeslandwirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervorgeht. Das Ministerium beruft sich auf das Braunschweiger Thünen-Institut.

Der FDP-Abgeordnete Karlheinz Busen forderte Unterstützung für die Waldbesitzer. Es reiche nicht, "dass der Bund auf Billigkeitsmaßnahmen der Länder hofft", sagte er der "Passauer Neuen Presse". "Wir brauchen konkrete Maßnahmen. Ein erster Schritt wäre, wenn der Bund die geplanten steuerrechtlichen Verschärfungen für Waldbesitzer vom Tisch nimmt und Risikoausgleichsrücklagen attraktiver macht."

Die Bundesregierung hat die extreme Trockenheit bereits als außergewöhnliches Witterungsereignis nationalen Ausmaßes eingestuft. Besonders schlimm betroffene Bauern sollen insgesamt 340 Millionen Euro Hilfe von Bund und Ländern erhalten. In der Antwort der Regierung heißt es, die ökonomischen Schäden für die Forstwirtschaft seien "gravierend", aber noch nicht vollumfänglich abzuschätzen. 

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