Tansania

Mindestens 44 Tote bei Fährunglück auf Victoria-See in Afrika

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Fischer am Victoria-See Bild: AFP

Bei einem Fährunglück auf dem Victoria-See im Herzen Afrikas sind mindestens 44 Menschen ums Leben gekommen. Örtliche Politiker fürchten, dass die Zahl der Toten noch deutlich steigen könne, an Bord seien mehr als hundert Menschen gewesen.

Bei einem Fährunglück auf dem Victoria-See im Herzen Afrikas sind mindestens 44 Menschen ums Leben gekommen. Bislang seien 37 Überlebende gerettet worden, einige seien aber "in sehr schlechtem Zustand", sagte Regionalgouverneur John Mongella am Donnerstagabend. Örtliche Politiker fürchten, dass die Zahl der Toten noch deutlich steigen könne, an Bord seien mehr als hundert Menschen gewesen.

Der tansanische Präsidentensprecher Gerson Msigwa sagte im Fernsehen, die Fähre "MV Nyerere" sei im südlichen Teil des Sees gekentert. Die Zahl der Toten stehe bislang bei "über 40". Mongella gab die Zahl der Toten mit 44 an. Die Such- und Rettungsarbeiten seien am Donnerstagabend zunächst unterbrochen worden. Sie sollten am Freitagmorgen fortgesetzt werden.

Der Chef des Distrikts Ukerewe, George Nyamaha, sagte, an Bord seien mehr als hundert Menschen gewesen, als die Fähre sank. "Es ist zu befürchten, dass eine große Zahl von Menschen ihr Leben verloren hat", sagte er.

An Bord wurde auch Fracht transportiert, darunter Säcke mit Mais und Zement. Die Unglücksursache war zunächst nicht bekannt, allerdings sind überladene Schiffe immer wieder Ursache für Schiffsunglücke in dem Gebiet.

Auf dem Victoria-See haben sich bereits mehrere schwere Schiffsunglücke ereignet. Im Jahr 1996 etwa waren beim Untergang einer Fähre im tansanischen Teil des Sees schätzungsweise tausend Menschen ertrunken. Das Schiff war völlig überladen.

Mit einer Fläche von rund 68.800 Quadratkilometern ist der Victoria-See einer der größten Seen der Erde. Er liegt im Gebiet zwischen Tansania, Kenia und Uganda.

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