Irland

Verdi will erst kurzfristig über mögliche Ryanair-Streiks am Freitag informieren

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Ryanair-Flugbegleiter und Gewerkschaftsmitglied Bild: AFP

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi will erst am Donnerstagabend verkünden, ob sie die deutschen Flugbegleiter für Freitag zum Streik gegen den irischen Billigflieger Ryanair aufruft. Bislang ruft sie nur zu Kundgebungen in Berlin und Frankfurt am Main auf.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi will erst am Donnerstagabend verkünden, ob sie die 1000 deutschen Flugbegleiter für Freitag zum Streik gegen den irischen Billigflieger Ryanair aufruft. Wie die Gewerkschaft am Mittwoch in Berlin erklärte, ruft sie bislang nur zu Kundgebungen an den größten Basen in Berlin und Frankfurt am Main auf. Am Dienstag hatte Ryanair für Freitag dutzende Flüge mit Verweis auf europaweite Streiks gestrichen.

Laut Unternehmen sollten an dem Streik Flugbegleiter aus Belgien, den Niederlanden, Italien, Spanien und Portugal teilnehmen - sowie Deutschland, was Verdi eigenen Angaben zufolge aber noch nicht beschlossen hat. Wegen der Streiks streicht die Fluggesellschaft am Freitag 150 Flüge, wie sie am Mittwoch mitteilte. Am Dienstag wollte Ryanair noch 190 Flüge streichen. Insgesamt hatte die Airline 2400 Flüge für Freitag geplant.

Nach der letzten Verhandlungsrunde vom Dienstag erklärte Verdi: "Die bisherigen Angebote reichen nicht aus." Daher seien weitere Streiks nicht ausgeschlossen.

Bei der Airline tobt seit rund einem Jahr ein erbitterter Arbeitskampf, schon mehrfach streikten Piloten und Flugbegleiter in verschiedenen Ländern. Sie fordern höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Dabei verlangen sie vor allem, dass Ryanair das jeweils geltende nationale Arbeitsrecht anwendet. 

Im Juli musste Ryanair wegen Streiks mitten in der Ferienzeit 600 Flüge streichen. Normalerweise gibt es nach Unternehmensangaben pro Tag in Europa rund 2400 Ryanair-Flüge.

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