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Daniel Terzenbach soll neues Vorstandsmitglied der Arbeitsagentur werden

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Daniel Terzenbach Bild: AFP

Bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) steht voraussichtlich im März 2019 ein Wechsel im dreiköpfigen Vorstand an: BA-Manager Daniel Terzenbach, seit 2006 bei der Behörde, werde dem bisherigen Vorstand Raimund Becker nachfolgen, teilte die BA mit.

Bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) steht voraussichtlich im März 2019 ein Wechsel im dreiköpfigen Vorstand an: BA-Manager Daniel Terzenbach, seit 2006 bei der Behörde, werde dem bisherigen Vorstand Raimund Becker nachfolgen, teilte die BA am Freitag mit. Das habe der Verwaltungsrat in geheimer Wahl entschieden. Er werde nun der Bundesregierung Terzenbachs Ernennung vorschlagen. Terzenbach sagte, er wolle sich "stärker um den Einzelnen kümmern".

Der Verwaltungsrat bei der BA ist zu je einem Drittel von Vertretern der Arbeitgeber, der Arbeitnehmer und der öffentlichen Hand besetzt. DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach dankte Becker im Namen des Verwaltungsrates für sein "jahrzehntelanges Engagement in der BA".

Beckers Vertrag läuft im März aus. Medienberichten zufolge hätte der Verwaltungsrat seiner Vertragsverlängerung zugestimmt. Es gebe aber "Unstimmigkeiten" innerhalb des Vorstands, schrieb die "Süddeutsche Zeitung". Die beiden anderen Mitglieder sind Vorstandschef Detlef Scheele und Valerie Holsboer. "Man pflegt einen unterschiedlichen Arbeits- und Führungsstil", zitierte die Zeitung BA-Kreise.

Der amtierende Verwaltungsratsvorsitzende Peter Clever erklärte, mit Terzenbach falle die Wahl auf einen vielseitig eingesetzten und erfolgreichen Mitarbeiter der BA. Seine Wahl sei daher auch ein Signal an die Mitarbeiterschaft, dass der Weg an die Spitze innerhalb der Organisation nicht nur theoretisch möglich sei.

Terzenbach sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom Samstag, er wolle sich verstärkt um diejenigen kümmern, die "trotz der guten Lage am Arbeitsmarkt" noch immer keine Stelle gefunden hätten. Der frühere Vorstandschef Frank-Jürgen Weise sei damals zu einer Zeit angetreten, in der es hierzulande fünf Millionen Arbeitslose gegeben habe. "Heute haben wir einen Fachkräftemangel, viele Arbeitgeber suchen händeringend Mitarbeiter", sagte Terzenbach der "FAZ". "Wir müssen uns stärker um den Einzelnen kümmern."

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