Mexiko

Hunderte getrennte Familien treffen sich an US-mexikanischer Grenze

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  • 14. Oktober 2018, 04:09 Uhr
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Die geöffnete Grenzmauer zwischen Ciudad Juárez und Sunland Park Bild: AFP

Hunderte durch die Grenze zwischen den USA und Mexiko getrennte Familien haben am Samstag ein Wiedersehen gefeiert - wenn auch nur ein kurzes. Rund 1500 Menschen trafen sich für vier Minuten an der geöffneten Grenzmauer zwischen der mexikanischen Grenzstadt Ciudad Juárez und dem US-Bundesstaat New Mexico.

Hunderte durch die Grenze zwischen den USA und Mexiko getrennte Familien haben am Samstag ein Wiedersehen gefeiert - wenn auch nur ein kurzes. Rund 1500 Mitglieder von 250 durch Auswanderung oder Abschiebung getrennten Familien trafen sich für vier Minuten an der geöffneten Grenzmauer zwischen der mexikanischen Grenzstadt Ciudad Juárez und der Stadt Sunland Park im US-Bundesstaat New Mexico.

Die Menschenrechtsgruppe Border Network of Human Rights hat unter dem Motto "Abrazos No Muros" (Umarmungen, keine Mauern) schon mehrere Massen-Familienzusammenführungen an der 3000 Kilometer langen Grenze zwischen Mexiko und den USA organisiert, im Juni etwa im ausgetrockneten Flussbett des Rio Grande zwischen Ciudad Juárez und dem texanischen El Paso, wo die Mauer noch in Bau ist. Die Öffnung einer Tür in der fünf Meter hohen Grenzmauer zwischen Ciudad Juárez und Sunland Park war allerdings eine Premiere.

Sie sei "sehr glücklich", nach fünf Jahren endlich wieder ihre Cousinen umarmen zu können, sagte die 46-jährige Josefa Magalde aus Ciudad Juárez. Ihre Cousinen aus El Paso sind illegal in die USA eingewandert und können daher nicht aus- und wieder einreisen. Vier Minuten lang konnten sie sich nun unter der Aufsicht von Beamten der US-Grenzpolizei und der mexikanischen Bundespolizei umarmen, bevor sie wieder getrennt wurden.

"Wir hatten nicht genug Zeit", sagte Magalde nach dem Treffen. Trotzdem sei sie "zufrieden und glücklich" über die Gelegenheit für ein Wiedersehen.

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