Caravaning

So wird der Caravan fit für den Winterschlaf

  • Lars Wallerang
  • In MOTOR
  • 15. Oktober 2018, 15:34 Uhr

Mit Abstellen ist es nicht getan. Das Überwintern von Caravans bedarf der Vorbereitung. Experten geben Tipps.


Mit Abstellen ist es nicht getan. Das Überwintern von Caravans bedarf der Vorbereitung. Der Deutsche Caravaning Handels-Verband (DCHV) gibt Tipps. Fachhändler würden dabei mit den richtigen Pflegeprodukten helfen. Bequemer sei es, sich von den entsprechenden Serviceangeboten des Caravaning-Fachhandels die Arbeit abnehmen zu lassen.

Danach muss das Freizeitfahrzeug nur noch sicher untergestellt werden. Die Unterbringung von Reisemobilen ist problemlos, denn sie dürfen auf öffentlichen Parkplätzen abgestellt werden, selbstverständlich unter Beachtung der gültigen Beschilderung. Da es sich bei Caravans jedoch um Anhänger handelt, müssen diese nach 14 Tagen auf einem privaten Grundstück abgestellt werden. Zahlreiche Caravaning-Fachhändler und auch manche Landwirte stellen Caravans gegen Gebühr auf ihren Höfen unter.

Wer auch die Wartungsarbeiten lieber selbst erledigt, sollte nach Meinung der Experten mehrere Maßnahmen treffen:

Zunächst steht die Innenreinigung an. Einmal saugen und feucht wischen beseitigt die letzten Spuren der vielen Reisen. Den Teppichen und Polstern tut eine Lagerung in einem trockenen Kellerraum gut. Ist dies nicht möglich, werden sie locker aufgestellt, um möglichst gut zu lüften. Alle Möbelklappen und die Kühlschranktür bleiben den Winter über geöffnet, damit die Luft besser zirkulieren kann. Das Freizeitfahrzeug sollte im Winter nur bei trockenem Wetter regelmäßig gelüftet werden. Dazu werden alle Fenster geöffnet und nach einer Stunde wieder verschlossen. Auf keinen Fall sollte feuchte Luft eindringen, sonst entsteht muffiger Geruch.

Bei der Außenreinigung mit den Acrylfenstern des Wohnaufbaus ist Vorsicht geboten: Für die kratzempfindlichen Kunststofffenster gibt es im Caravaning-Fachhandel spezielle Reiniger. Haushaltsübliche Mittel wie etwa Glasreiniger machen die Acrylfenster stumpf und blind. Dichtungen an Fenstern und Türen bleiben, mit Talkum oder Glycerin eingeschmiert, trotz Kälte weiterhin elastisch. Die Reifen sollten auf den maximalen empfohlenen Druck gepumpt werden. Die vorhandenen Kurbelstützen können die Reifen bei langen Standzeiten ebenfalls entlasten.

Die Bordtechnik des Wohnaufbaus muss zum Überwintern komplett stillgelegt werden. Alle Gashähne werden geschlossen, die Gasschläuche und der Druckminderer werden von den Flaschen abgeschraubt. Offen bleiben hingegen den Winter über alle Wasserhähne und Ablassventile des Wassersystems. Dieses sollte vor der Stilllegung zunächst gereinigt und desinfiziert werden. Hierfür gibt es im Caravaning-Fachhandel spezielle Reinigungsmittel und Zusätze. Danach erst werden sämtliche Wasservorräte aus Frischwassertank, Abwassertank, Toilette und dem Boiler der Heizung sowie den Wasserleitungen entleert und alle Ventile und Hähne geöffnet. Zuletzt wird die Bordbatterie ausgebaut und in einem trockenen Raum eingelagert.

Wird das stillgelegte Freizeitfahrzeug im Winter sicher nicht genutzt, kann ein Saisonkennzeichen oder eine vorübergehende Abmeldung Steuern sparen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass der Termin der TÜV-Untersuchung und der Gasprüfung nicht in den Zeitraum der Abmeldung fällt. Zudem müssen auch abgemeldete Reisemobile auf Privatgrund untergebracht werden, denn abgemeldete Fahrzeuge dürfen grundsätzlich nicht auf öffentlichen Parkplätzen stehen.

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