Testbericht

LED-Fahrradlicht im Vergleich - Die Beleuchtungsstärke ist nicht entscheidend

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  • 18. Oktober 2018, 11:21 Uhr
  • Mario Hommen/SP-X
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Eindeutiger Testsieger: Die Akkuleuchte LS 760 I-Go Vision von Trelock Foto: Trelock

Viele Käufer von Fahrrad-Leuchten achten vor allem auf eine möglichst hohe Lux-Zahl. Doch der ADAC sieht diese in seinem Vergleichstest von 12 Akkulichtern nicht als die ausschlaggebende Größe.

Wer sich als Radfahrer für den dunklen Herbst mit einem neuen Licht ausstatten will, könnte den Kauf eines LED-Nachrüst-Sets erwägen. Wie der ADAC in einem Test mit 12 solcher Fahrradleuchten herausgefunden hat, sind die meisten dieser Akkustrahler ein hoher Sicherheitsgewinn. Doch nicht alle Scheinwerfer konnten überzeugen.Den besten Eindruck hat die erst vor wenigen Monaten eingeführte Leuchte ,,LS 760 I-Go Vision" des deutschen Herstellers Trelock hinterlassen. Mit 117 Euro liegt das Sieger-Set preislich zwar auf gehobenen Niveau, konnte sich aber dafür mit einer Note von 1,8 auch leicht vom Wettbewerbsumfeld abheben. Günstigere und laut Testurteil ebenfalls gute Alternativen sind die Sets ,,Ixon IQ" von Busch & Müller (80 Euro/Note 2,2), ,,G Volt50" von Cateye (39 Euro/Note 2,2) und ,,Lite Pro 50" von Lezyne (88 Euro/Note 2,2).Die mit 179 Euro mit Abstand teuerste Leuchte, die ,,Supernova Airstream 2", landete mit der Note 2,3 auf Rang 5. Hier monierten die Tester eine schwache Halterung, was zum Verdrehen des Strahlers auf Kopfsteinpflaster und dem Blenden anderer Verkehrsteilnehmer führen kann. Ebenfalls noch gut abschneiden konnten ,,Sigma Sportster Black-K" (40 Euro/2,4) und ,,VDO Eco Light M30" (40 Euro/2,5). Recht enttäuschend waren hingegen die Testeindrücke der Sets ,,BBB SwatCombo BLS-106K" (86 Euro/4,1), ,,Spanninga Trigon 25" (29 Euro/4,2) sowie ,,Knog Blinder Mob" (74 Euro/4,3).Generell lobt der Autoclub Leuchten, die eine breite und homogene Ausleuchtung in Nahfeld gewährleisten. Weniger entscheidend war hingegen die von Herstellern meist herausgestellte Beleuchtungsstärke. Den Testern zufolge sind im Stadtverkehr auf gut beleuchteten Straßen bereits 40 Lux ausreichend. Heller ist also nicht automatisch besser. Sogar problematisch sind sehr helle Leuchten, wenn sie aufgrund schlechter Halterungen andere Verkehrsteilnehmer blenden. Kritisiert haben die Tester außerdem die sehr unterschiedlichen Akkulaufzeiten. Während der Strahler von Busch & Müller 20 Stunden funktioniert, schafft die Frontleuchte von BBB nur drei Stunden. Speziell bei Knog und Büchel wurde bemängelt, dass es keine Informationsanzeige für die Restleuchtdauer gibt.

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