Technologie

Branche mit Zukunftsaussichten

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@ Fabuloussavers (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

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Kernfusion ist der „Heilige Gral“ der Energiebranche. Eine Menge IT-Milliardäre investieren aktuell in die Fusions-Start-ups. Darunter finden sich Namen wie der des Microsoft-Gründers Bill Gates oder der von Amazon-Chef Bezos. Beide gehören zu den reichsten Milliardären der Welt.

Tech-Milliardäre im Wettlauf

In Südfrankreich wird er gerade gebaut – der International Thermonuclear Experimental Reactor. In diesem soll die Kernfusion stattfinden, die aktuell die Energiebranche aufwühlt. Vom bekannten Physiker Stephen Hawking wurde die Fusionsenergie einst als die vielversprechendste Zukunftstechnologie beschrieben, die die Menschheit entdecken könnte. Microsoft-Mitbegründer Paul Allen, der zu den reichsten Menschen der Welt gehörte und dessen Vermögen auf mehr als 20 Milliarden Dollar geschätzt wird, reiste vor seinem Tod noch in den Süden Frankreichs. Hier wollte er sich ein Bild vom Bau des ITER machen.

Neben der Glücksspiel- und Casino-Branche zeigt die Industrie, die sich mit der Energiegewinnung auseinandersetzt besonders schnelle Sprünge, die Menschen zu Milliardären machen. Laut Betway Insider benötigen Geschäftsleute in diesem Bereich gerade einmal 12 Jahre.

Was Paul Allen in Südfrankreich vorfand, ist Ziel vieler Tech-Milliardäre. Denn in der Zwischenzeit gibt es einen Wettlauf in der Branche, denn die Gewinne und die damit verbundenen Technologien scheinen beeindruckend. So ist es nicht verwunderlich, dass sich einige der reichsten Menschen dieses Planeten auf die Start-ups fokussieren, die die Energiequelle für die Kommerzialisierung nutzbar machen wollen.

Die Suche nach alternativen Energiequellen ist teuer

Die Hoffnung liegt bei den Wissenschaftlern dabei auf der Zukunft. Denn hier soll die Energieerzeugung per Kernfusion für den Großteil der benötigen Energiemenge verantwortlich sein. Im Gegensatz zur herkömmlichen Energiegewinnung in Atomkraftwerken werden die Atomkerne nicht gespaltet, sondern verschmolzen. Um dies jedoch energieeffizient umsetzten zu können, ist eine Menge Technologie nötig. Denn es müssen Bedingungen wie im Weltall geschaffen werden, wo dieser Prozess ähnlich wie auf der Sonne geschieht. Dafür ist Geld vonnöten. Dieses wiederum haben die IT-Milliardäre.

Jeff Bezos, Boss von Amazon, investiert beispielsweise in General Fusion Inc. Deren Chef, Christofer Mowry bezeichnete das, was auf dem Markt passiert als „SpaceX-Moment für Kernfusion“. Damit meint er, dass das Interesse an dem Feld rasant ansteigt und immer mehr Menschen bereit sind, in die Kernfusion zu investieren. Besonders zu Zeiten, in der der Klimawandel immer mehr an Bedeutung gewinnt und die Welt auf der Suche nach alternativen Energiequellen ist. Jedoch finden sich ebenso kommerzielle Interessen, da die Gewinnaussichten enorm sind.

Diesen „Trend“ stützt ein Rekord. Als in Indien die Konferenz der Internationalen Atomenergie-Organisation abgehalten wurde, sind 800 Forschungspapiere zu dem Thema eingereicht worden. Das zeigt jedoch auch, dass es in Zukunft eine kommerzielle Form der Kernfusion geben wird. Letztendlich ist dies nur noch eine Frage der Zeit. Das aktuell ambitionierteste Projekt wird von MIT-Professoren geleitet. Diese gehen davon aus, dass sie einen funktionstüchtigen Prototyp bis 2025 fertiggestellt haben.

Geld für diesen Prototyp liefert ein Fonds, der Breakthrough Energy Ventrues. An diesem sind beispielsweise der Virgin-Chef Richard Branson, Bill Gates und Jeff Bezos beteiligt. Alles Mitglieder der elitären Riege der Milliardäre. Dennoch fließen auch von „kleineren“ Investoren Gelder in die Zukunft der Energiegewinnung. Denn die Kernfusion wird der Markt der Zukunft.

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