Motor-Technik

Tipps für den Kauf von Winterreifen

  • In TECHNIK
  • 9. November 2018
  • Redaktion
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@ manfredrichter (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

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Kündigen die ersten Herbststürme das endgültige Sommer-Aus an, wird es für Autofahrer Zeit, sich mit dem anstehenden Reifenwechsel zu beschäftigen. Neue Winterreifen müssen angeschafft werden, wenn die eingelagerten Reifen sichtbare Schäden aufweisen oder die Profiltiefe 1,6 mm unterschreitet.

Die Gesetzeslage in Deutschland
Eine generelle Winterreifen-Pflicht, wie in einigen europäischen Ländern, gibt es in Deutschland nicht. Wer jedoch bei Schnee, Eis, Reifglätte oder Matschwetter mit Sommerreifen auf Tour geht, verliert bei einem Unfall möglicherweise seinen Versicherungsschutz oder muss bei einer Kontrolle mit einem Bußgeld rechnen.
2017 wurde die Winterreifenverordnung geändert. Seitdem gelten nur noch solche Reifen als wintertauglich, die das sogenannte Alpine-Symbol (ein Piktogramm, das eine Berglandschaft mit einer Schneeflocke darstellt) tragen. Darauf sollten Autobesitzer beim Kauf von Winterreifen achten.

Zeitpunkt für den Wechsel
Eine zeitliche Vorgabe für den Reifenwechsel gibt es nicht. Die meisten Autofahrer halten sich an O-O-Faustregel. Das heißt, sie wechseln Oktober beziehungsweise Ostern die Reifen aus. Das bekommen die Reifenhändler und Autowerkstätten deutlich zu spüren, wenn die Nachfrage plötzlich stark ansteigt.

Wann ist der günstigste Zeitpunkt zum Kaufen von Winterreifen?
Das Preisvergleichsportal idealo hat die Nachfrage nach Winterreifen und die Preisentwicklung im Jahresverlauf untersucht. Im Oktober zeigt die Nachfrage-Kurve ein deutliches Peak, was die Preise jedoch nicht in die Höhe treibt. Wer jedoch erst im Februar Winterreifen gekauft hat, musste deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Ist der Preis von Winterreifen ein Indikator für die Qualität?
Wer sich im Fachhandel oder bei einem Online-Reifenhändler Winterreifen zeigen lässt, die für sein Automodell in Frage kommen, findet Preisunterschiede von mehr als 50 %. Untersuchungen zeigen, dass die deutschen Autofahrer Premium-Marken wie zum Beispiel Continental oder Dunlop bevorzugen. Diese Markenhersteller genießen einen guten Ruf.

Doch es gibt auch preiswerte Winterreifen, die sich auf verschneiten Straßen bewähren. Wer auf ein günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis Wert legt, sollte sich die Testergebnisse anschauen, die Verbraucherschutzorganisationen, ADAC oder renommierte Auto-Magazine regelmäßig veröffentlichen.

Es lohnt sich, vor dem Winterreifen-Kauf die Preise zu vergleichen und sich gründlich zu informieren. Am einfachsten ist der Preisvergleich im Internet auf Portalen wie idealo, guenstiger.de und billiger.de. Bei idealo findet sich dazu ein Reifenkonfigurator, der nach Eingabe von Felgendurchmesser, Reifenbreite und Reifenquerschnitt geeignete Winterreifenmodelle findet. Diese Kennzahlen sind im Fahrzeugschein angegeben.

Noch ist der Anteil der Autobesitzer, die ihre Reifen online bestellen, vergleichsweise klein. Um den Online-Verkauf attraktiver zu machen, kooperieren einige Online-Händler mit Autowerkstätten und vermitteln auf Wunsch einen Servicetermin in der nächstgelegen Werkstatt, um die neuen Winterreifen aufziehen zu lassen. Doch Vorsicht: Mitunter zahlt derjenige einen höheren Gesamtpreis, der zuvor selbst bestellte Reifen im Kofferraum in die Werkstatt mitbringt.

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