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Klage gegen staatliche Finanzierung japanischer Krönungszeremonie geplant

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  • 9. November 2018, 15:59 Uhr
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Die letzte Krönungszeremonie fand 1990 statt Bild: AFP

Dutzende Japaner wollen ihre Regierung für die Verwendung von Steuergeldern für die geplante Krönungszeremonie ihres neuen Kaisers verklagen. Sie kritisieren die staatliche Finanzierung der von ihnen als relegiös erachteten Zeremonie.

Dutzende Japaner wollen ihre Regierung wegen der Verwendung von Steuergeldern für die geplante Krönungszeremonie ihres neuen Kaisers verklagen. Mindestens 120 Japaner, darunter Mitglieder christlicher Gruppen und buddhistische Mönche, wollen Anfang Dezember Klage einreichen. Nach ihrer Auffassung verstößt die staatliche Finanzierung der religiösen Zeremonie gegen die von der Verfassung festgeschriebene Trennung von Religion und Staat. Kronprinz Naruhito soll am 1. Mai seinem Vater Akihito auf den Chrysanthementhron folgen.

Ähnliche Klagen bei Akihitos Krönung im Jahr 1990 waren allesamt abgewiesen worden. Nach Angaben von Koichi Shin, der gegen die Regierung vor Gericht ziehen will, hatten damals etwa 1700 Menschen gegen die Subventionierung der 12,3 Milliarden Yen (nach heutigem Umrechnungskurs 95,2 Millionen Euro) teuren Zeremonie geklagt. Bei der Krönungszeremonie handle es sich um einen kaiserlichen Ritus, die auf dem Shintoismus fußten, sagte Shin der Nachrichtenagentur AFP.

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