Frankreich

25 Jahre Haft für Mord an deutschem Geschäftsmann in Südfrankreich

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Justitia Bild: AFP

Über sieben Jahre nach der Ermordung eines deutschen Geschäftsmanns an der Côte d'Azur sind die beiden Täter zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht in Nizza sah es als erwiesen an, dass das frühere Paar ihr Opfer aus Geldgier getötet hatte.

Mehr als sieben Jahre nach der Ermordung eines deutschen Geschäftsmanns an der südfranzösischen Côte d'Azur sind die beiden Täter zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht in Nizza sah es am Montag als erwiesen an, dass eine 48-jährige Deutsche und ihr vier Jahre älterer französischer Ex-Partner ihr Opfer getötet hatten, um an sein Vermögen zu kommen. 

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte das hochverschuldete und inzwischen in Scheidung lebende Paar die Tat minutiös geplant. Die beiden ließen den Tod des im Eventmanagement tätigen Geschäftsmannes wie Suizid aussehen, verwischten sorgsam alle Spuren und schickten ein gefälschtes Testament zugunsten der Angeklagten - als ehemalige Lebensgefährtin des Toten - an einen Notar in Monaco. 

Ihr Opfer wurde einen Tag nach seiner Ermordung Ende September 2011 in seiner Villa in Eze bei Nizza erhängt aufgefunden - halb sitzend und mit nacktem Oberkörper. Mehr als drei Jahre später wurde das mörderische Paar festgenommen.

Es gestand zunächst die Tat, stritt sie aber zu Prozessbeginn wieder ab. Nach Angaben des Nebenklägers versuchten beide Angeklagte dann, sich gegenseitig die Verantwortung zuzuschieben. Die Staatsanwaltschaft hatte 30 Jahre Haft für sie gefordert.

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