Politik

Zwei ehemalige Präsidenten müssen in Madagaskar in die Stichwahl

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  • 17. November 2018, 18:10 Uhr
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Ex-Präsident Ravalomanana stimmt am 7. November ab Bild: AFP

Nach der ersten Runde der Präsidentenwahl in Madagaskar müssen die beiden Ex-Staatschefs Rajoelina und Ravalomanana in die Stichwahl. Rajoelina kam auf 39,2 Prozent und Ravalomanana auf 35,3 Prozent, wie die Wahlkommission am Samstag mitteilte.

Nach der ersten Runde der Präsidentschaftswahl im afrikanischen Inselstaat Madagaskar müssen die beiden ehemaligen Staatschefs Andry Rajoelina und Marc Ravalomanana in die Stichwahl. In der ersten Runde am 7. November kam Rajoelina auf 39,2 Prozent und Ravalomanana auf 35,3 Prozent, wie die Wahlkommission am Samstag mitteilte. Der amtierende  Staatschef Hery Rajaonarimampianina erhielt lediglich 8,8 Prozent. Die Stichwahl findet am 19. Dezember statt.

Insgesamt waren 36 Kandidaten angetreten. Die Wahlbeteiligung lag bei 54,3 Prozent. Die Abstimmung, zu der knapp zehn Millionen Bürger aufgerufen waren, verlief ohne größere Zwischenfälle. Allerdings erhoben die drei führenden Bewerber anschließend Betrugsvorwürfe.

Die Wahlen fanden nach einer längeren Phase politischer Instabilität statt. In den vergangenen Jahren wurden politische Konflikte in Madagaskar immer wieder auf der Straße ausgetragen. 2009 griff die Armee ein und drängte den damaligen Präsidenten Ravalomanana zum Rücktritt. Sein Nachfolger Rajoelina amtierte bis 2014. Der 68-jährige Ravalomanana und der 44-jährige Rajoelina sind erbitterte Rivalen.

Das Land vor der Ostküste Afrikas im Indischen Ozean zählt zu den ärmsten der Welt. Mehr als drei Viertel der Bürger leben in extremer Armut.

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