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Wie setzt man professionelles Ideenmanagement um?

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@ Free-Photos (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

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Heutzutage ist das Ideenmanagement ein fester Bestandteil in vielen Unternehmenskulturen. Gerade in jungen Unternehmen lässt sich dies beobachten. Die Aussage, dass sich der Wert von einem Unternehmen durch seine Mitarbeiter definiere, findet eine immer konkretere Umsetzung in der Praxis durch das Ideenmanagement. Problem ist jedoch immer noch, dass viele kleine sowie mittelständische Unternehmen nicht von den Vorteilen des Ideenmanagement Nutzen machen.

Das Ideenmanagement ist seit Jahren auf einem Siegeszug
Vor circa 10 Jahren war die Methode des Ideenmanagements nur in sehr wenigen der deutschen Unternehmen bekannt. Nach einer Studie aus dem Jahre 2007 hatten gerade einmal ein Viertel der 500 umsatzstärksten Unternehmen in Deutschland eine moderne Ideenmanagement-Software. Das Thema wurde sogar von 20 % der Unternehmen vollkommen ignoriert. Seit 2012 lässt sich hingegen eine deutliche Wendung hin zu einem Management-System beobachten. Etwa wurde durch eine Studie belegt, dass es zu einer Verdopplung der Anzahl der Vorschläge von Mitarbeitern in Unternehmen kam. Die Zahl steigt von 81 auf 164 Vorschläge pro 100 Mitarbeiter.

Hohe Einsparungen lassen sich ermöglichen
Einer der Erfolgsgründe für dieses System sind zumal die erfreulichen Zahlen, die ein solches Ideenmanagement mit sich bringt. So konnten Firmen allein im Jahr 2012 durch die neu eingebrachten Ideen der Mitarbeiter rund 700 Millionen Euro sparen. Zudem erhielten die Mitarbeiter zahlreiche Prämien durch Ihre Vorschläge, die im Durchschnitt 640 Euro einbrachten. Im Folgenden finden Sie noch eine Auflistung zu dem Thema, wie viel in den jeweiligen Unternehmen durch die Vorschläge von Mitarbeitern eingespart worden ist (2012):

  • Siemens – 145 Millionen Euro
  • Audi – 115 Millionen Euro
  • RWE – 78 Millionen Euro
  • Daimler – 61 Millionen Euro
  • Deutsche Telekom – 103 Millionen Euro

Großes Potenzial für KMU (kleine und mittlere Unternehmen)
Nach dem neusten dib-Reports kann sich das Ideenmanagement gerade in den KMU stark durchsetzen. Betriebe, die weniger als 1000 Mitarbeiter besitzen weisen besonders viele Vorschläge von Mitarbeitern auf. Eine weitere Studie der Universität Kassel und Marburg und der Handels- und Industriekammer Hessen zeigt hingegen einige Probleme auf, die 2013 in vielen der 730 untersuchten Unternehmen auf. Diese bisher umfangreichste Studie im deutschen Raum zu diesem Thema zeigte auf, dass etwa drei Fünftel der Unternehmen, welche ein Ideenmanagement verwenden eine Mitarbeiteranzahl von über 1000 besitzen. Hierfür wurden einige Gründe genannt, denn oftmals verfügen Klein- oder Kleinst-Unternehmen mit maximal 50 Mitarbeitern nicht über die benötigten Ressourcen, um das Ideenmanagement auf einer professionellen und effektiven Ebene durchzuführen, bzw. die Unternehmen glauben daran, dass es nicht möglich sei.

Trotzdem ist unumstritten, dass in dem Thema Ideenmanagement extrem viel Potenzial steckt und das gerade für KMU. Meistens sind die Mitarbeiter in KMU noch motivierter als in großen Konzernen und würden nur zu gerne ihre eigenen Impulse in die Zukunft mit einbringen. Der Nutzen wäre daher enorm und daher ist es wichtig, die Verwendung von Ideenmanagement für KMU zu vereinfachen.

Die Unternehmenskultur sollte innovativ sein
Egal wie man am Ende das Ideenmanagement umsetzt, es ist wichtig, dass der Kern auf den Mitarbeiter, den Kunden, den Shareholdern, den Lieferanten sowie sonstigen Ideengebern beruht. Jedoch muss man diesen Personengruppen deutlich machen, dass das gesamte Ideenmanagement ernst gemeint ist und ihre Meinung wichtig ist, um die Zukunft erfolgreich zu gestalten. Es ist daher wichtig, eine offene und innovationsfördernde Unternehmenskultur zu schaffen, um ein funktionierendes Ideenmanagement zu garantieren. Zu dieser Förderung gehört ebenfalls die ständige Weiterbildung, besonders im Bereich der Kreativitätstechniken, um ständig neue Impulse setzen zu können.

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