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CNN-Redaktion in New York nach Bombendrohung vorübergehend evakuiert

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Polizei vor Time-Warner-Gebäude nach Sprengsatz-Fund im Oktober Bild: AFP

Wegen einer Bombendrohung ist die New Yorker Redaktion des US-Nachrichtensenders CNN vorübergehend evakuiert worden. Ein Sprengsatz wurde aber nicht gefunden.

Wegen einer Bombendrohung ist die New Yorker Redaktion des US-Nachrichtensenders CNN vorübergehend evakuiert worden. Der Alarm sei am späten Donnerstagabend kurz nach 22.30 Uhr (Ortszeit) ausgelöst worden, teilte CNN auf seiner Website mit. Die Polizei der Millionenmetropole sperrte die Straße vor dem CNN-Gebäude ab und rief Menschen auf, die Gegend zu meiden.

Die Polizei fand aber keinen Sprengsatz. Nach rund eineinhalb Stunden konnten die Journalisten in die Redaktion zurückkehren, wie der Sender mitteilte.

Per Feueralarm im Newsroom wurden die Mitarbeiter laut CNN dazu aufgefordert, das Gebäude zu verlassen. Eine Stunde später sendete CNN im Internet via Skype. Moderator Don Lemon sagte: "Wir wurden evakuiert und wissen genauso viel wie Sie." Die Leute schalten ein und wundern sich, weshalb sie mich auf Skype sehen."

Am späten Donnerstagabend hatte US-Präsident Donald Trump erneut auf dem Kurzbotschaftendienst kritische Medien attackiert. "Fake News - Der Feind des Volkes" schrieb er.

Erst im Oktober war die CNN-Redaktion in New York nach dem Fund eines Sprengsatzes geräumt worden. Damals waren Postsendungen mit Sprengsätzen an eine Reihe von prominenten Kritikern Trumps geschickt worden, unter anderem an den demokratischen Ex-Präsidenten Barack Obama und an die frühere Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton. CNN berichtet kritisch über Trump und wird vom Präsidenten immer wieder scharf verbal angegangen.

Wegen der Sprengsätze wurde im US-Bundesstaat Florida ein Verdächtiger festgenommen. Der frühere Pizzabote Cesar Sayoc wurde später in 30 Punkten angeklagt. Vor Gericht plädierte er auf nicht schuldig.

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