Nordrhein

Prozess um Tötung von 15-Jähriger in Mönchengladbach begonnen

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Gedenkort in Viersen Bild: AFP

Weil er seine Exfreundin getötet haben soll, muss sich ein 17-Jähriger in einem nicht öffentlichen Mordprozess vor dem Landgericht Mönchengladbach verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Jugendlichen heimtückischen Mord an der 15-jährigen vor.

Weil er mit der Trennung von seiner Freundin nicht zurecht gekommen sein und sie getötet haben soll, muss sich seit Montag ein 17-Jähriger in einem nicht öffentlichen Mordprozess vor dem Landgericht Mönchengladbach verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Jugendlichen heimtückischen Mord an seiner 15-jährigen Exfreundin vor. Er habe die 15-Jährige als sein Eigentum betrachtet und es nicht akzeptieren können, dass sie sich von ihm abgewandt habe.

Der 17-Jährige soll seine Exfreundin im Juni unter einem Vorwand in einen Park in Viersen gelockt haben, um ihr Handy auf Hinweise auf einen neuen Partner zu durchsuchen. Als er diese gefunden zu haben glaubte, habe er die 15-Jährige unvermittelt mit einem 25 Zentimeter langen Messer angegriffen und mit sechs Stichen in den Oberkörper getötet. Die Jugendliche starb noch am Tatort.

Einen Tag später stellte sich der Angeklagte der Polizei. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Auf die Spur des mutmaßlichen Täters kam die Polizei durch Ermittlungen im persönlichen Umfeld des Opfers. Die beiden Jugendlichen sollen rund zwei Jahre zusammen gewesen sein.

Eine Woche vor der Tat habe die 15-Jährige die Beziehung beendet. Gegenüber Freunden soll der mutmaßliche Täter daraufhin gedroht haben, seine Exfreundin umzubringen, falls sie einen neuen Freund habe. Er war zuvor bereits wegen Körperverletzungs- und Drogendelikten aufgefallen.

Ob sich der Angeklagte im Prozess zu den Vorwürfen äußerte, blieb zunächst unklar. Ein Urteil könnte im Februar fallen.

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