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Irak feiert ersten Jahrestag von Sieg über IS-Miliz

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Irak feiert ersten Jahrestag von Sieg über IS-Miliz Bild: AFP

Die irakische Regierung hat am Montag den ersten Jahrestag des Siegs über die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gefeiert. Es sei der 'größte Sieg über die Kräfte des Bösen und des Terror' gewesen, sagte Ministerpräsident Adel Abdel Mahdi.

Die irakische Regierung hat am Montag den ersten Jahrestag des Siegs über die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gefeiert. Es sei der "größte Sieg über die Kräfte des Bösen und des Terrors" gewesen, sagte Ministerpräsident Adel Abdel Mahdi bei einer Zeremonie im Verteidigungsministerium. Der Irak könne sich nun anderen Herausforderungen widmen, darunter der grassierenden Korruption, der hohen Arbeitslosigkeit und der Frage der Vertriebenen.

"Der endgültige Sieg, auf den wir hoffen, ist die Realisierung der Wünsche und Hoffnungen unseres Volkes", sagte Mahdi, der nach den Parlamentswahlen im Mai die Regierungsführung von Haider al-Abadi übernommen hatte. Dieser hatte am 9. Dezember 2017 den "Sieg" über die IS-Miliz erklärt. Die Dschihadisten hatten im Juni 2014 große Gebiete im Norden und Zentrum des Landes in ihre Gewalt gebracht und ein "Kalifat" ausgerufen, bevor sie schrittweise zurückgedrängt worden waren.

"Korruption war und bleibt eines der vielen Gesichter des Ruins und des Terrorismus. Wenn wir die Korruption nicht besiegen, wird unser Sieg unvollendet bleiben", mahnte Mahdi. Schon sein Vorgänger al-Abadi hatte vor einem Jahr den Kampf gegen die Korruption zur Priorität erklärt, da sie in der Bevölkerung für breiten Unmut sorgt. Laut der Organisation Transparency International rangiert der Irak auf Platz zwölf der korruptesten Länder der Welt.

Viele Iraker sind wütend über die Misswirtschaft der Behörden und die Ineffizienz der staatlichen Dienstleistungen, insbesondere im Stromsektor. Zudem konnten auch ein Jahr nach Ende der Kämpfe mehr als 1,8 Millionen Iraker nicht in ihre Häuser zurückkehren, während acht Millionen auf humanitäre Hilfe angewiesen sind. Auch mehr als ein halbes Jahr nach den Wahlen ist die Regierung zudem wegen politischer Grabenkämpfe nicht vollständig arbeitsfähig.

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