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Deutsche und internationale Unternehmen unterzeichnen Klimaschutz-Charta

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Artikel des Herstellers Adidas Bild: AFP

Mit einer Klimaschutz-Charta wollen Dutzende große Modeunternehmen aus Deutschland und anderen Ländern ihren Beitrag zum Kampf gegen die Erderwärmung leisten.

Mit einer Klimaschutz-Charta wollen Dutzende große Modeunternehmen aus Deutschland und anderen Ländern ihren Beitrag zum Kampf gegen die Erderwärmung leisten. Wie die beteiligten Unternehmen am Montag im Rahmen der UN-Klimakonferenz in Kattowitz mitteilten, verfolgen sie mit der Charta das Ziel, bis zum Jahr 2050 gänzlich ohne klimaschädliche Emissionen auszukommen.

Bis zum Jahr 2030 wollen die beteiligten Firmen ihren Treibhausgas-Ausstoß um 30 Prozent verringern, unter anderem indem sie auf die Verwendung von klimaschädlicher Kohle als Energieträger verzichten. Zuden 43 Unterzeichnern zählen die deutschen Modekonzerne Adidas, Puma und Hugo Boss, aber auch große internationale Marken wie H&M, Esprit und Levi's. Andere Firmen und Organisationen wurden eingeladen, sich der Initiative anzuschließen.

"Die Modeindustrie ist immer zwei Schritte voraus, wenn es darum geht, die weltweite Kultur zu bestimmen", begrüßte UN-Klimasekretärin Patricia Espinosa die Initiative. "Die Charta gibt ebenso wie die berühmten Laufstege der Welt ein Beispiel, dem andere hoffentlich folgen." Die UNO hatte den Zusammenschluss der Modeunternehmen angestoßen und unterstützt.

Puma-Chef Björn Gulden hob hervor, dass in der Modeindustrie Klimaschutz nur in Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen sinnvoll sei. So entstünden 90 Prozent der Emissionen durch Puma-Produkte in gemeinsamen Lieferketten. Die britische Designerin Stella McCartney begründete ihre Unterstützung der Charta damit, dass der Klimawandel "unzweifelhaft eine der größten Herausforderungen, wenn nicht die größte Herausforderung unseres Lebens" sei. "Er betrifft jetzt und weiterhin jeden auf diesem Planeten und unsere Zukunft."

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