Telekommunikation

Brüssel will Liberty-Übernahme durch Vodafone genauer prüfen

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Brüssel - Die EU-Kommission will die geplanten Übernahme der Unternehmenstätigkeiten von Liberty Global in Tschechien, Deutschland, Ungarn und Rumänien durch Vodafone genauer prüfen lassen. Man habe ein eingehendes Prüfverfahren eingeleitet, teilte die Brüsseler Behörde am Dienstag mit.

Die Kommission hat demnach Bedenken, dass die Übernahme den Wettbewerb in Deutschland und Tschechien einschränken könnte. "Es ist wichtig, dass alle Verbraucherinnen und Verbraucher in der EU Zugang zu günstigen und qualitativ guten Telefon- und TV-Diensten erhalten", sagte die für Wettbewerbspolitik zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager. Mit dem Prüfverfahren solle sichergestellt werden, dass die Übernahme "nicht zu höheren Preisen, weniger Auswahl und einer eingeschränkten Innovation bei Telekommunikations- und TV-Diensten führt". Die Prüfung der EU-Wettbewerbshüter soll bis zum 2. Mai 2019 abgeschlossen sein.

Die beteiligten Unternehmen hatten Mitte Oktober bei der EU-Kommission angemeldet, dass die Vodafone Group große Teile des Kabelgeschäfts von Liberty Global in Europa übernehmen möchte. In Deutschland betrifft das Vorhaben insbesondere die Übernahme des Kabelnetzbetreibers Unitymedia.

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