Russland

Anwälte von Trumps Ex-Sicherheitsberater fordern Haftverschonung

  • In POLITIK
  • 12. Dezember 2018, 10:27 Uhr
  • AFP
img
Michael Flynn Bild: AFP

Die Anwälte des früheren Nationalen Sicherheitsberaters von US-Präsident Donald Trump, Michael Flynn, haben eine Haftverschonung für ihren Mandanten gefordert. Der Antrag stimmt mit einer Empfehlung des US-Sonderermittlers in der Russland-Affäre, Robert Mueller, überein.

Die Anwälte des früheren Nationalen Sicherheitsberaters von US-Präsident Donald Trump, Michael Flynn, haben eine Haftverschonung für ihren Mandanten gefordert. Eine maximale Verurteilung zu einem Jahr Haft auf Bewährung "mit minimalen Bedingungen zur Überwachung" sowie 200 Stunden Sozialarbeit wegen seiner Falschaussagen über seine Russland-Kontakte seien ausreichend, forderten Flynns Anwälte am Dienstag. Die Verkündung des Strafmaßes ist für den 18. Dezember angesetzt.

Der Antrag der Flynn-Anwälte stimmt mit einer Empfehlung des US-Sonderermittlers in der Russland-Affäre, Robert Mueller, überein. Darin heißt es, es bestehe kein Grund für eine Inhaftierung Flynns, da dieser "substanziell" zu Muellers Ermittlung zu mutmaßlichen Verbindungen zwischen Trumps Wahlkampfteam und Russland sowie weiteren, nicht näher genannten Ermittlungen beigetragen habe.

Flynn hatte sich 2017 vor Gericht schuldig bekannt, über seine Russland-Kontakte gelogen zu haben - und sich zur Zusammenarbeit mit Mueller bereit erklärt. Wegen seiner Lügen über die Russland-Kontakte hatte er nach nur etwas über 20 Tagen im Amt als Nationaler Sicherheitsberater im Weißen Haus zurücktreten müssen.

Die Verkündung des Strafmaßes für Flynn ist bereits mehrfach verschoben worden. Die Verzögerungen deuten darauf hin, dass der einst feindselig gegenüber der Mueller-Ermittlung eingestellte Flynn möglicherweise ein wichtiger Zeuge geworden ist.

STARTSEITE