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Monsanto-Übernahme: Bayer-Betriebsratschef kritisiert Medien

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Leverkusen - Der Vorsitzende des Bayer-Betriebsrats, Oliver Zühlke, hat Vermutungen zurückgewiesen, wonach der angekündigte Stellenabbau im Konzern im Zusammenhang mit der Übernahme von Monsanto stehe. "Es ist eine Mär, wenn man sagt: Wir zahlen hier jetzt die Zeche dafür, dass Bayer Monsanto gekauft hat", sagte Zühlke der Wochenzeitung "Die Zeit".

Die Verantwortung dafür, dass dieser Eindruck bei vielen Mitarbeitern entstanden sei, sieht er bei den Medien: "Das liegt auch daran, dass die Medien diesen Zusammenhang immer wieder konstruiert und kolportiert haben." Auch der Kritik am Unkrautvernichter Glyphosat trat Zühlke in der "Zeit" entgegen. "Hunderte Studien und Zulassungen der Behörden zeigen, dass Glyphosat bei fachgerechter Anwendung nicht gesundheitsschädlich ist. Das sind Fakten, die keine Sau interessieren, weil sie im Twitter-Zeitalter zu kurz kommen."

Der Bayer-Konzern hatte kürzlich den Abbau von 12.000 Stellen angekündigt. Zuvor hatte der Konzern im Sommer den US-Saatguthersteller Monsanto für umgerechnet rund 60 Milliarden Euro übernommen. Wegen Monsantos Pflanzenschutzmittel Glyphosat sind in den USA derzeit mehr als 9.000 Prozesse anhängig.

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