Finanzen

Geldanlagen fürs Kind

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@ luxstorm (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

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Viele Eltern fragen sich ob es sinnvoll ist, Geld fürs Kind anzulegen. Die Frage ist schnell zu beantworten mit dem Wörtchen: „Ja“! Natürlich legen auch Großeltern, Paten, Onkel und Tanten gern einmal den ein oder anderen Euro für das Neugeborene beiseite. Schließlich soll es dem neuen Erdenbürger einmal so richtig gut gehen, oder?

Nicht immer haben wir die Entwicklung unserer Kinder vollkommen im Griff. Das wäre schließlich auch langweilig. So soll es zumindest in Sachen Finanzen dem Kind einmal so richtig gut gehen, oder? Schließlich kostet die Ausbildung, das Studium, die erste Wohnung und der Führerschein später einmal sicher viel Geld, oder? Natürlich kann sich nicht jedes Elternpaar eine große Summe für die Anlage für den kleinen Liebling leisten. Darum geht es auch gar nicht. Vielmehr geht es darum, Schritt für Schritt jetzt schon unter finanziellen Aspekten an die Zukunft vom Kind zu denken.

Hier gibt es verschieden Möglichkeiten, die alle Menschen nutzen können, die sich um das Wohl des Kindes sorgen. Welche Möglichkeiten sind dabei die genau passenden für die Bedürfnisse des Sparers?

Ein Sparbuch – für alle Fälle

Natürlich kann man mit Geldanlagen nicht immer sehr langfristig fürs Kind planen. Schließlich braucht der kleine Liebling auch in Jahren seiner Entwicklung in der Kindheit immer wieder Dinge, die Geld kosten. Wie sollen das neue Fahrrad, die Reise zum Schullandheim, die Sportausrüstung für ein spezielles Hobby oder sonstige Ausgaben für Schule und Co finanziert werden? Hier bietet das solide Sparbuch ein gutes Polster. Auf das Sparbuch kann regelmäßig einbezahlt werden und von diesem Guthaben auch jederzeit wieder entnommen werden. Wichtig ist, dass das Sparbuch dabei bei der Bank vorgelegt wird. Im Grundsatz sollte immer der Kontoinhaber selbst bzw. in Sachen Minderjährige die gesetzlichen Vertreter über das Geld verfügen. Somit macht es Sinn, wenn Großeltern fürs Kind ein Sparbuch anlegen, dass sie sich selbst Verfügungsrahmen einräumen. So kann man sicher gehen, dass die Großeltern das Heft in der Hand behalten, was sie wann dem Enkelkind an finanziellen Zuschüssen mit auf den Weg geben wollen.

Welche Unterlagen müssen zur Kontoeröffnung für Minderjährige vorgelegt werden?

Ein neuer Erdenbürger beglückt unsere Leben. Erst einmal freuen wir uns alle über die Geburt und den damit verbundene Freuden im Leben. Schnell kehrt der Alltag ein – es gibt viele Aufgaben, die zu erledigen sind. Auch in Sachen Formalitäten muss vieles beantragt und geregelt werden, wenn der neue Bürger in unserer Gesellschaft seinen berechtigten Platz einnehmen wird.

Grundsätzlich wird eine Geburtsurkunde ausgestellt, die die Legitimation des Kindes nachweist. Hier sind die Eltern und die Erziehungsberechtigung geregelt. In Sachen Finanzen muss mit der Geburtsurkunde nachgewiesen werden, dass das Kind existiert, wenn ein Konto auf den Namen des Kindes eröffnet wird. Daneben müssen alle gesetzlichen Vertreter der Kontoeröffnung zustimmen. Hier muss auch der Ausweis der Eltern vorgelegt werden. Wie können zum Beispiel Großeltern diese relativ komplizierte Regelung umgehen?

Ganz einfach: Jeder Kontoinhaber kann auch selbst das Guthaben auf seinen Namen anlegen. Dann steht es jedoch rechtlich nicht dem Kind, sondern dem Kontoinhaber zu.

Fassen wir es noch einmal zusammen:

Wenn Geld auf den Namen des kleinen Lieblings angelegt werden soll, müssen die Eltern dieser Kontoeröffnung zustimmen. Daneben müssen Geburtsurkunde und die Ausweise der Eltern als Erziehungsberechtigte vorliegen.

Für alle Reserven ist das klassische Sparbuch auf alle Fälle eine gute, solide Anlageform. Hier kann ohne Risiko schnell und einfach für die Kosten der Lebenshaltung fürs Kind wieder verfügt werden.

Wie kann die Ausbildung des Kindes finanziert werden?

Keine Frage – Kinder kosten Geld! So stellt es wirklich gar keine Überraschung dar, dass auch jetzt schon an die Zukunft der Kleinen gedacht werden muss. Wie möchten Sie das Studium, den Führerschein oder das erste Auto fürs Baby finanzieren? Genau dafür werben viele Banken mit dem monatlichen Sparvertrag. In der Tat macht es Sinn, bereits in jungen Jahren für die Kinder mit dem Sparen zu beginnen. Warum?

Der Zinseszinseffekt kann für einen guten Ertrag auf lange Sicht sorgen. Über Zinseszinseffekt und Co erfahren Sie hier mehr: Forex Indikatoren

Schließlich hat kaum ein Erwachsener die Möglichkeit, das Geld für 20 Jahre arbeiten zu lassen. Bei Kindern ist das möglich. Genau deshalb macht es durchaus Sinn, dass man in Sachen Vermögensaufbau schon jetzt an die richtigen Reserven für unsere Kinder denkt. Wenn das Geld nur zu 3-4 % verzinst wird, entsteht alleine schon durch den Zinseszinseffekt (das Guthaben bleibt ja zum Beispiel bis zum 18. Lebensjahr fest angelegt) ein kleines Vermögen.

Es ist also viel besser, im Monat nur 10 oder 20 Euro anzusparen, wenn die Summe auf lange Sicht arbeiten kann, als wenn sich der Verbraucher gegen regelmäßiges Sparen wehrt. Viele Investmentbanken bieten hierbei gute Möglichkeiten. Unter diesem Angebots-Dschungel gilt es natürlich, die genau richtige Anlageform auszuwählen.

Schlagen Aktienfonds auf lange Sicht die Renten?

Mit Aktienanlagen kann man nachhaltig auf lange Sicht gutes Geld verdienen. Die Schwankungen am Markt sind im Grundsatz für Kinder kein Problem, wenn das Geld auf längere Sicht nicht benötigt wird. Wenn monatlich immer wieder weiter angespart wird, ist es ein Leichtes, gute Kaufkurse zu nutzen. Schließlich will man auch in jedem Schlussverkauf Schnäppchenpreise nutzen, oder? Bei monatlichen Sparverträgen nutzt diese der Verbraucher ganz automatisch, denn Schwankungen an der Börse gehören einfach mit dazu. Allerdings muss man sich bewusst sein, dass die Chancen am Aktienmarkt immer mit einem gewissen Maß an Risiko verbunden sind.

Nicht alle Aktienanlagen sind automatisch mit guten Gewinnen verbunden. Aktien brauchen vor allem eines: Zeit, damit sie für den Kunden arbeiten können. Nur so sorgen Kursgewinne und Dividenden-Erträge für lukrative Renditen, die für den Vermögensaufbau so wichtig sind. Schließlich darf man auf keinen Fall kurzfristig bei Aktiengewinnen denken. Jede Sachwertanlage, auch wenn sie fürs Kind selektiert wird, braucht Zeit für gute Zinserträge.hier erfahren Sie mehr in Sachen Geldanlagen fürs Kind und vieles mehr.

Wie flexibel sind Investmentfonds wirklich?

Viele Banken werben damit, dass gute Fondsanlagen das Maximum an Erträgen abwerfen. Genau dieser Effekt entspricht natürlich nur den Tatsachen, wenn man keine Kursverluste erzielt und unter Druck die Vermögenswerte verkaufen muss oder will. Somit sollte man sich stets darüber im Klaren sein, dass Investmentfonds keinesfalls die „eierlegende Wollmilchsau“ darstellen. Eines jedoch steht fest: Die Zinsen sind derzeit auf einem mehr als niedrigen Niveau. Genau aus diesem Grund heraus macht die Anlage in Form von Sachwerten durchaus Sinn. Schließlich beteiligt sich hier der Investor am Wirtschaftswachstum und an den Unternehmensgewinnen. Schritt für Schritt baut sich so ein kleines Vermögen für den kleinen Liebling auf, wenn man langfristig denkt.

In der Regel kann man den monatlichen Sparplan jederzeit ändern oder komplett löschen. Viele Menschen nutzen dafür das Online-Depot, bei dem Veränderungen im Depot problemlos und einfach von zu Hause aus erledigt werden können. Somit wird schnell klar: Kein Kunde muss sich mit einem Sparplan auf einen ETF oder Investmentfonds auf lange Sicht binden. Allerdings sollte man sich darüber im Klaren sein, dass nur dann ein kleines Vermögen entstehen kann, wenn der Sparvertrag konsequent durchgehalten wird.

Ist eine Ausbildungsversicherung eine gute Lösung fürs Kind?

Viele Versicherungsgesellschaften werben damit, dass eine solide Ausbildungsversicherung fürs Kind schon zur Geburt abgeschlossen werden sollte. Dabei muss man unbedingt beachten, dass die Verzinsung auf Versicherungen zur Kapitalbildung zur Zeit nicht gerade rosig aussieht.Genau deshalb sollte der Sparer unbedingt bedenken, dass die Versicherungsbeiträge am Wertpapiermarkt angelegt werden. Nur so kann dauerhaft sichergestellt werden, dass für das Kind ein solides Vermögen aufgebaut werden kann. Schließlich leben wir schon seit langer Zeit in einer „Welt ohne Zinsen“ und die Aussicht auf steigende Zinssätze ist die nächste Zeit erst einmal nicht zu erwarten.

Gebühren und Preise fürs Depot

Gute Geldanlagen sind stets mit der Berechnung von Gebühren verbunden. Keine Überraschung: Auch bei jedem Depot werden nicht unerhebliche Preise und Kosten abgerechnet. Letztendlich ist die Performance dadurch negativ beeinflusst, schließlich müssen die Gebühren von irgend einem Konto abgezogen werden. Neben Fondskosten, die grundsätzlich vom Depotwert abgezogen werden, können auch bei Depotkonten für Minderjährige Jahresgebühren entstehen. Dabei sollten Sie genau überprüfen, welcher Anbieter für Depot und Wertpapiere genau zu Ihnen passt und eine günstige Kostenstruktur aufweist. Welcher Anbieter kommt Ihnen hierbei entgegen?

Fazit

Sie sehen: Die Geldanlage für Kinder stellt eine kleine Herausforderung dar. Letztendlich kommt es natürlich vollumfänglich Ihrem Kind zu Gute, wenn Sie sich umfassend mit dem Thema beschäftigen. Monatliches Sparen ist hierbei ein guter Ratgeber, der zum soliden Vermögensaufbau fürs Kind dienlich ist. Wie möchten Sie Ihr Geld fürs den Nachwuchs arbeiten lassen?

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