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Nach der Geburt: Wiedereinstieg in den Sport

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@ Capri23auto (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Körperliche Aktivität tut frischgebackenen Müttern gut und hilft zudem dabei, die Babypfunde wieder loszuwerden. Doch was sollten Frauen beim Sport nach der Geburt beachten? Wir verraten, welche Sportarten und Kurse speziell auf ihre Bedürfnisse ausgelegt sind.

Sport macht fit und bringt Abwechslung in den Alltag. Davon profitieren auch frischgebackene Mamas, wenn sie nach der Schwangerschaft und Geburt sanfte sportliche Aktivitäten in ihren Tagesablauf integrieren. Noch dazu kann ein sportliches Hobby, das man auch mit Baby ausführen kann, sowohl Mutter als auch Kind Freude bereiten.

Experten aus dem Arbeitskreis „Sport und Schwangerschaft“ der Deutschen Sporthochschule Köln raten Frauen nach der Entbindung zunächst zu Sportarten, die den Beckenboden schonen. Dieser sei in der Regel erst nach sechs bis neun Monaten wieder voll belastbar, so die Experten.

Der beste Wiedereinstieg in die körperliche Aktivität sind Spaziergänge an der frischen Luft. Hierbei können frischgebackene Mütter Energie tanken und ihren Körper langsam an die Belastung gewöhnen. Nach dem Wochenbett sollten sie mit Rückbildungsgymnastik beginnen. Entsprechende Kurse seien auch für sportliche Frauen wichtig, selbst wenn ihnen die Übungen möglicherweise zu einfach vorkommen, raten die Experten der Sporthochschule Köln. Denn durch die Wiederholungen werden gezielt wichtige Muskeln aufgebaut. Rückbildungskurse sollten unbedingt unter der fachkundigen Anleitung von Hebammen oder Physiotherapeuten stattfinden.

Mit Springen, Hüpfen und Joggen sollten Frauen bis nach der Rückbildung warten, um für den Beckenboden belastende Erschütterungen zu vermeiden. Yoga, Pilates und Schwimmen sind hingegen optimale Sportarten für Frauen nach der Geburt. Auch das Fitnessstudio bietet sich an, um einen auf die Zeit nach der Entbindung zugeschnittenen Trainingsplan zusammenzustellen. Dort lassen sich Frauen am besten von einem Trainer beraten, welche Übungen sich für sie eignen und wie sie ausgeführt werden.

Mitunter gibt es allerdings Hürden, die den Wiedereinstieg in den Sport erschweren. Frauen, die nach der Geburt eine schwache Blase haben, trauen sich oft nicht in einen Sportkurs, weil sie befürchten, andere Kursteilnehmerinnen könnten davon etwas merken. Doch das Thema Blasenschwäche ist weiter verbreitet, als viele denken, wie dieser Ratgeber von TENA verdeutlicht. Diskrete Einlagen sorgen dafür, dass niemand die Blasenschwäche bemerkt und die Frauen mit einem sicheren Gefühl Sport treiben können. Schließlich ist das gerade für sie wichtig: Durch das Training lässt sich der Harndrang meist bald wieder besser kontrollieren.

Trainingsintensität allmählich steigern
Vor allem sportliche Frauen haben oft hohe Erwartungen an sich selbst, die durch perfekte After-Baby-Bodys in den Instagram-Accounts vieler Promi-Mütter zusätzlich getriggert werden. Dass hinter den inszenierten Bildern oft viel unnötiger Stress steht und durch das viele Training kaum Zeit für die Mutter-Kind-Bindung bleibt, ist vielen nicht bewusst.

„Gerade ambitionierte Sportlerinnen sind oft enttäuscht, dass sie erst nach sechs bis neun Monaten wieder voll einsteigen dürfen,“ sagt Diplom-Psychologin Marion Sulprizio. Die Sportpause ist aber wichtig, damit sich der Körper vollständig regeneriert. Auch leidenschaftliche Joggerinnen sollten ihr Lauftraining zunächst mit langsamen Walkingeinheiten beginnen und im weiteren Verlauf (nach etwa vier bis sechs Monaten) kurze Joggingeinheiten einbauen. Dabei ist es wichtig, dass sie auf ihr Körpergefühl hören.

Fit mit Baby
Wer sein Baby nicht der Fremdbetreuung überlassen kann oder will, muss auf Sport nicht verzichten. Mutter-Kind-Schwimmkurse sind eine sanfte Möglichkeit, die Rückbildung zu fördern, die Muskulatur zu kräftigen und die Ausdauer zu trainieren. Neben der körperlichen Aktivität haben Mutter und Kind dabei auch noch gemeinsam Spaß und stärken ihre Bindung.

Eine aktuell sehr beliebte Trendsportart für Mütter mit Babys ist Kanga. Bei diesem Sport sitzt das Baby in der Tragetasche und fungiert als zusätzliches Gewicht. Bei Kanga geht es für die Frauen um Ausdauer und Muskelkräftigung. Der Spaß kommt bei der rhythmischen Aerobic-Musik ebenfalls nicht zu kurz. Weiterer Pluspunkt: Kanga-Kurse finden oft im Freien statt, sodass der Körper mit frischem Sauerstoff versorgt wird, was sowohl gut für Mütter als auch für Babys ist.

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