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Netflix fällt wegen milliardenschwerer Investitionen in der Gunst der Anleger

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Netflix-Chef Reed Hastings auf der CES im Januar 2018 Bild: AFP

Der US-Streamingdienst Netflix hat im vergangenen Jahr 30 Millionen Abonnenten dazugewonnen - doch die Aktionäre sind wegen der hohen Investitionen des Unternehmens nicht glücklich.

Der US-Streamingdienst Netflix hat im vergangenen Jahr 30 Millionen Abonnenten dazugewonnen - doch die Anleger sind wegen der hohen Investitionen des Unternehmens nicht glücklich. Nach Vorlage der Jahreszahlen am Donnerstag sank der Aktienkurs nachbörslich um fast vier Prozent. Analysten zufolge gab Netflix 2018 rund zwölf Milliarden Dollar (10,5 Milliarden Euro) für die Produktion eigener Filme und Serien aus - darunter Golden-Globe-Gewinner "Roma" oder "Bird Box" mit Sandra Bullock.

Netflix ist mit derzeit fast 140 Millionen Abonnenten mit Abstand Marktführer bei den Streamingdiensten. Doch die Konkurrenz mit Amazon und HBO schließt auf, und neue Wettbewerber wie WarnerMedia und Disney kommen hinzu. Auf mehr als 148 Millionen Abonnenten will der Streamingdienst bis Ende März kommen. 

Um die hohen Produktionskosten wieder hereinzubekommen, hat Netflix in den USA bereits eine Preiserhöhung angekündigt. Dort soll das Basisabo von 7,99 Dollar auf 8,99 Dollar monatlich steigen. Wer auf bis zu vier Geräten gleichzeitig schauen möchte, muss zwei Dollar mehr als bisher zahlen: 15,99 Dollar. 

In Deutschland kostet das Basis-Abo derzeit 7,99 Euro, die "Standard"-Version auf bis zu zwei Geräten gleichzeitig 10,99 Euro und das Premium-Abo mit Ultra HD 13,99 Euro. Der Umsatz des Unternehmens betrug im vergangenen Jahr 15,8 Milliarden Dollar, der Gewinn 1,2 Milliarden Dollar.

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