Politik

Madagaskars Präsident Rajoelina sagt Korruption und Armut Kampf an

  • AFP
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  • 19. Januar 2019, 17:49 Uhr
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Rajoelina bei der Amtseinführung Bild: AFP

Madagaskars Staatschef Andry Rajoelina hat in seiner Antrittsrede am Samstag der Korruption den Kampf angesagt. Bei seiner Amtseinführung versprach er auch Investitionen, um in dem bitterarmen Land Arbeitsplätze zu schaffen.

Madagaskars Staatschef Andry Rajoelina hat in seiner Antrittsrede am Samstag der Korruption den Kampf angesagt. Niemand werde über dem Gesetz stehen, die Werte des Rechtsstaats würden wieder hergestellt, sagte Rajoelina nach seiner Vereidigung durch neun Verfassungsrichter in einem Stadion der Hauptstadt Antananarivo. Er versprach auch Investitionen, um in dem bitterarmen Land Arbeitsplätze zu schaffen.

An der Zeremonie nahmen unter anderen die Präsidenten Namibias und Sambias, Hage Geingob und Edgar Lungu, sowie der ehemalige französische Staatschef Nicolas Sarkozy teil. Auch drei ehemalige madegassische Präsidenten waren anwesend: Didier Ratsiraka, Marc Ravalomanana und Hery Rajaonarimampianina. 

Rajoelina hatte die zweite Runde der Präsidentschaftswahl im vergangenen Dezember mit 55,7 Prozent der Stimmen gegen  seinen Erzrivalen Ravalomanana gewonnen. Dieser zog wegen Wahlbetrugs vor das Verfassungsgericht, nahm das amtliche Endergebnis später aber an.

Die Rivalität zwischen Rajoelina und Ravalomanana prägt seit Jahren Madagaskars Politik. Im Zuge einer Vereinbarung zur Beendigung der wiederkehrenden politischen Krisen in dem Inselstaat hatten die beiden ehemaligen Staatschefs bei der Präsidentschaftswahl im Jahr 2013 nicht antreten dürfen.

Ravalomanana war von 2002 bis 2009 Staatschef, Rajoelina kam 2009 mit Unterstützung der Armee an die Macht. Von 2014 bis 2018 amtierte Rajaonarimampianina als Präsident. Bevor Madagaskar 1960 seine Unabhängigkeit erlangte, war das Land vor der Ostküste Afrikas im Indischen Ozean französische Kolonie.

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