Unternehmen

EVG macht Bund für enormen Investitionsstau bei der Bahn verantwortlich

img
ICE bei Arnstadt Bild: AFP

Die Eisenbahngewerkschaft EVG hat den Bund für einen enormen Investitionsstau im Schienennetz verantwortlich gemacht. Die Politik habe der Bahn 'seit Jahrzehnten' zu wenig Geld gegeben, um die Infrastruktur instand zu halten.

Die Eisenbahngewerkschaft EVG hat den Bund für einen enormen Investitionsstau im Schienennetz verantwortlich gemacht. Die Politik habe der Bahn "seit Jahrzehnten" zu wenig Geld gegeben, um die Infrastruktur instand zu halten, sagte der EVG-Vorsitzende Alexander Kirchner am Montag dem Hessischen Rundfunk. Derzeit gebe es einen Investitionsstau von 57 Milliarden Euro.

Die Gewerkschaftsvertreter im Aufsichtsrat der Bahn hätten immer wieder zusätzliche Mittel vom Bund für die Bahn gefordert, sagte Kirchner weiter. "Auf die Gewerkschaft wird aber oft nicht gehört." Die Bahn benötige vom Bund jährlich 2,5 Milliarden Euro zusätzlich, um allein den Bestand des Schienennetzes zu sichern. Und wenn der Konzern tatsächlich bis zum Jahr 2030 die Zahl der Fahrgäste verdoppeln wolle, seien weitere Milliarden des Bahn-Eigentümers Bund nötig.

In den vergangenen Tagen waren Spitzenvertreter der Bahn gleich mehrfach zum Rapport im Verkehrsministerium erschienen. Mit mehr Zügen, mehr Mitarbeitern und besseren Informationen für die Fahrgäste sollen Pünktlichkeit und Verlässlichkeit der Bahn künftig verbessert werden.

STARTSEITE