Autoindustrie

Bericht: Continental wollte Opel-Ingenieure übernehmen

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Hannover - Der Autozulieferer Continental hat laut eines Zeitungsberichts im Sommer 2018 versucht, Hunderte Opel-Ingenieure zu sich zu lotsen. Manager des Autozulieferers hätten dazu vertrauliche Gespräche mit Opel-Chef Michael Lohscheller geführt, berichtet das "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe) unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Opel habe damals Teile seines Entwicklungszentrums ITEZ in Rüsselsheim zum Verkauf angeboten. Continental sei bereit gewesen, Hunderte Ingenieure des Fahrzeugherstellers zu übernehmen, berichtet die Zeitung weiter. Am Ende entschied sich Opel aber gegen Continental und schloss eine strategische Partnerschaft mit Segula. Der Entwicklungsdienstleister aus Nanterre bei Paris will 2.000 Ingenieure von Opel übernehmen, stoße in Hessen allerdings auf großen Widerstand.

Die Opel-Beschäftigten lehnten einen Betriebsübergang zu den Franzosen laut IG Metall mehrheitlich ab – auch weil Segula ihnen womöglich nur einen Haustarif statt eines Flächentarifvertrags anbieten wolle, berichtet die Zeitung. Continental wäre dagegen voraussichtlich bereit gewesen, Hunderte Ingenieure zu den bestehenden Konditionen zu übernehmen. "Wir haben mit verschiedenen Unternehmen die Möglichkeiten einer strategischen Partnerschaft sondiert", teilte Opel dazu dem "Handelsblatt" mit. Segula habe dabei die "umfassendsten Perspektiven aufgezeigt".


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