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Offen schwuler US-Bürgermeister will gegen Trump antreten

  • AFP
  • In POLITIK
  • 23. Januar 2019, 17:12 Uhr
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Buttigieg (l.), Bürgermeister von South Bend, Indiana Bild: AFP

Ein homosexueller US-Bürgermeister will bei der Wahl 2020 gegen Präsident Donald Trump antreten. Pete Buttigieg, Bürgermeister von South Bend im Bundesstaat Indiana, gab seine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten bekannt.

Ein homosexueller US-Bürgermeister will bei der Wahl 2020 gegen Präsident Donald Trump antreten. Der 37-jährige Pete Buttigieg, Bürgermeister von South Bend im Bundesstaat Indiana, gab am Mittwoch seine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten bekannt. Er wäre der erste offen homosexuelle Präsidentschaftskandidat einer der großen Parteien der USA.

"Unser Land braucht jetzt einen frischen Start", sagte Buttigieg in einem zweiminütigen Webvideo. Er nannte darin Trump nicht beim Namen, prangerte aber die Zustände in Washington an: "Die Korruption, die Kämpfe, das Lügen, die Krise. Das muss aufhören."

Buttigieg ist überregional in den USA wenig bekannt. Der Absolvent der Eliteuniversität Harvard steht der 100.000-Einwohner-Stadt South Bend seit sieben Jahren vor. Von dem Amt nahm er eine siebenmonatige Auszeit, um als Soldat in Afghanistan zu dienen.

Als Bürgermeister hat sich Buttigieg einen guten Ruf erworben. Ihm wird ein Anteil daran zugeschrieben, dass es in South Bend wirtschaftlich wieder aufwärts ging. In das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten steigt Buttigieg jedoch als Außenseiter ein. In den vergangenen Wochen hat bereits eine ganze Reihe von wesentlich bekannteren Demokraten ihre Bewerbung erklärt. 

Dazu gehören die Senatorinnen Elizabeth Warren, Kamala Harris and Kirsten Gillibrand und der frühere Wohnungsbauminister Julian Castro. Die Zahl der Bewerber um die Kandidatur gegen Trump dürfte in den kommenden Monaten weiter deutlich anwachsen. 

So könnten etwa Ex-Vizepräsident Joe Biden, der im Ringen um die Kandidatur 2016 knapp unterlegene Senator Bernie Sanders, der durch die jüngsten Kongresswahlen zu landesweiter Berühmtheit gelangte texanische Ex-Abgeordnete Beto O'Rourke sowie der frühere New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg in das Rennen einsteigen.

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