Frankreich

Ekel-Baguette entsetzt Franzosen

img
Studie zu Ekel-Baguette entsetzt Franzosen Bild: AFP

CCC

Eine Studie zu Ekel-Baguette entsetzt die Franzosen: Verbraucherschützer wiesen in dem beliebten Stangenweißbrot und anderen französischen Brotsorten Pestizidrückstände und Schimmelpilze nach. "Mehr als die Hälfte" der 65 Proben sei verunreinigt gewesen, heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht des Magazins "60 Millionen Verbraucher" ("60 millions de consommateurs"), das in Frankreich so viel Vertrauen genießt wie die Stiftung Warentest.

Das aktuelle Testheft zeigt auf seinem Titel eine junge Französin mit blauer Baskenmütze und drei Baguettes im Arm, die entsetzt den Mund aufreißt. So ähnlich dürften viele Leser auf den Bericht reagieren. Viele Baguettes und andere Brote enthalten demnach sogenannte Mykotoxine: Stoffwechselprodukte aus Schimmelpilzen, die giftig wirken können. Zudem wurden endokrine Disruptoren nachgewiesen, die bereits in kleinsten Mengen Veränderungen im Hormonsystem bewirken.

Auch zu viele Zusatzstoffe und Salz bemängelten die Tester. Es sei "höchste Zeit, dafür Grenzwerte festzulegen", betonte das Magazin. Die Verbraucherschützer testeten Baguettes und andere Brote von traditionellen Bäckern wie von großen Supermarktketten.

STARTSEITE