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Wohlstandswünsche kommen in China zunehmend aufs Smartphone

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Ein Junge übergibt einem Tänzer einen Geldumschlag in Bangkok Bild: AFP

Immer weniger von Hand zu Hand, stattdessen von Handy zu Handy überreichen die Chinesen sich das traditionelle Geldgeschenk zum Neujahrsfest. Mobiles Bezahlen ist populär in der Volksrepublik.

Immer weniger von Hand zu Hand, stattdessen von Handy zu Handy überreichen die Chinesen sich das traditionelle Geldgeschenk zum Neujahrsfest. Beim Messengerdienst WeChat, gleichzeitig Bezahl-App, wurden in sechs Tagen Neujahrsferien vergangene Woche mehr als 820 Millionen Geldumschläge online übergeben, wie der Betreiber Tencent am Montag mitteilte. Das seien sieben Prozent mehr als im vergangenen Jahr gewesen. 

Geld, in "roten Paketen" (Hongbao) aus Papier verpackt, wird zu Neujahr gern verschenkt, um dem Empfänger Glück und Wohlstand fürs kommende Jahr zu wünschen. Die Chinesen sind in den vergangenen Jahren mit Begeisterung aufs mobile Bezahlen umgeschwenkt - entsprechend im Trend sind elektronisch versandte rote Pakete.

Auch der Online-Händler Alibaba nutzte das Neujahrsfest für seinen Bezahldienst Alipay. Mehr als 450 Millionen Nutzer hätten zwischen dem 25. Januar und dem 4. Februar bei einem Spiel mitgemacht, bei dem es fünf virtuelle Glückwünsche einzusammeln galt - die anschließend in Geld umgetauscht werden konnten, teilte das Unternehmen mit. Medienberichten zufolge stieg die Zahl der Nutzer im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent. 

Chinesen in aller Welt haben am vergangenen Dienstag das Neujahrsfest nach chinesischem Mondkalender gefeiert und das Jahr des Schweins begrüßt. Schweine stehen in der chinesischen Kultur für Reichtum und Wohlstand.

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