Großbritannien

London plant nach dem Brexit Investitionen in neues Drohnen-System

img
Verteidigungsminister Gavin Williamson Bild: AFP

Der britische Verteidigungsminister Williamson hat Pläne zur Verstärkung der Armee nach dem Brexit vorgestellt. Er erwähnte unter anderem 'Schwarmgeschwader' netzwerkfähiger Drohnen, welche die gegnerische Luftabwehr verwirren und überwältigen könnten.

Der britische Verteidigungsminister Gavin Williamson hat am Montag Pläne für die Verstärkung der Armee nach dem Brexit vorgestellt. Er erwähnte unter anderem "Schwarmgeschwader" vernetzter Drohnen, welche die gegnerische Luftabwehr verwirren und überwältigen sollen. Das Ausscheiden aus der Europäischen Union sei für Großbritannien die Gelegenheit zur Stärkung seiner "globalen Präsenz", sagt der Minister in einer Rede im Royal United Services Institute (RUSI).

Williamson kündigte Investitionen in Höhe von sieben Millionen Pfund (acht Millionen Euro) für die Drohnen an. Diese sollen nach seinen Worten bis zum Ende des Jahres einsatzbereit sein.

Großbritannien werde außerdem 65 Millionen Pfund zur Stärkung der offensiven Cyber-Fähigkeiten investieren. Darüber hinaus sei geplant, der Marine zwei neue Mehrzweckschiffe zur Verfügung zu stellen.

Bei der Opposition stießen Williamsons Ausführungen auf Kritik. Der Labour-Abgeordnete und entschiedene EU-Unterstützer Chris Leslie erklärte: "Die Idee, dass unsere Mitgliedschaft in der Europäischen Union uns einschränkt, ist reinster Unsinn." In Wirklichkeit seien es die durch den Brexit drohenden wirtschaftlichen Schäden, die zur Schwächung der Armee beitragen würden.

STARTSEITE