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DGB-Chef begrüßt SPD-Forderung nach mehr Jobs mit Tarifbindung

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Reiner Hoffmann Bild: AFP

Der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, unterstützt die Pläne der SPD zur Reform des Sozialstaats. Hoffmann begrüßte zudem besonders die Absicht der Sozialdemokraten, mehr tarifgebundene Jobs zu schaffen.

Der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, unterstützt die Pläne der SPD zur Reform des Sozialstaats. Im Bayerischen Rundfunk begrüßte Hoffmann zudem besonders die Absicht der Sozialdemokraten, mehr tarifgebundene Jobs zu schaffen. "Wir müssen die Sozialpartnerschaft wieder stärken", sagte Hoffmann dem Sender am Dienstag. "Nur noch 50 Prozent der Menschen fallen unter den Schutz von Tarifverträgen. Dieser Anteil soll deutlich steigen."

Das Sozialstaats-Konzept der Sozialdemokraten sieht unter anderem ein neues Bürgergeld statt des umstrittenen Hartz-IV-Systems sowie längere Bezugsmöglichkeiten für das Arbeitslosengeld I vor, von denen besonders ältere Arbeitnehmer profitieren sollen. Die Union kritisiert die Pläne und befürchtet hohe Kosten. 

Eine Steigerung der Lohnnebenkosten für die Wirtschaft sind aus der Sicht Hoffmanns verkraftbar. "Wir erleben gerade, dass die deutsche Wirtschaft in den industriellen Kernen, im Fahrzeugbau, im Maschinenbau, in der Chemie außerordentlich wettbewerbsfähig ist und dass die Lohnnebenkosten eine vollkommen untergeordnete Rolle spielen, da sind Energiekosten heute wesentlich relevanter", sagte der DGB-Vorsitzende.

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