Einzelhandel

Tarifkommissionen von Karstadt und Kaufhof lehnen Personalabbau ab

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Karstadt und Kaufhof sind fusioniert Bild: AFP

Die Mitarbeiter des Warenhauskonzerns Karstadt-Kaufhof wehren sich gegen den geplanten Personalabbau bei Kaufhof und den Ausstieg aus dem Flächentarifvertrag.

Die Mitarbeiter des Warenhauskonzerns Karstadt-Kaufhof wehren sich gegen den geplanten Personalabbau bei Kaufhof und den Ausstieg aus dem Flächentarifvertrag. Die Tarifkommissionen forderten stattdessen nach einer ersten gemeinsamen Sitzung ein "tragfähiges und nachhaltiges Zukunftskonzept" für Karstadt und Kaufhof, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. Die beiden Warenhausketten waren im November zu einem Gemeinschaftsunternehmen fusioniert worden. Galeria Kaufhof will 2600 Vollzeitstellen streichen und aus dem Flächentarifvertrag aussteigen. 

An der gemeinsamen Sitzung nahmen laut Verdi die Tarifkommissionen von Karstadt Warenhaus, Karstadt Sports, Karstadt Feinkost und Galeria Kaufhof teil. In einer Resolution lehnen sie demnach "jegliche Verschlechterung von Arbeitsbedingungen und Einkommen" ab.  

Tarifkommissionsmitglieder und Betriebsräte würden sich nicht spalten oder gegeneinander ausspielen lassen, versicherte die Gewerkschaft. Zur Unterstützung der gemeinsamen Forderungen seien die Tarifkommissionen "bereit, gemeinsame Aktionen zu planen und umzusetzen".

Ein "Warenhaus der Zukunft" könne erfolgreich nur mit Beteiligung der Beschäftigten entwickelt und umgesetzt werden, erklärte Verdi. "Personal rausschmeißen oder wieder in die Taschen der Beschäftigten greifen, ist kein Konzept für das Warenhaus der Zukunft", sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. "Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Beschäftigte im stationären Einzelhandel."

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