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Bitcoin: Betrüger werben mit dem Namen bekannter TV Show

  • Redaktion
  • In FINANZEN
  • 19. Februar 2019
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@ rawpixel (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

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In nur einer Woche reich werden oder über Nacht zum Millionär - im Internet stößt man immer wieder auf falsche Versprechen. Besonders gefährlich wird es aber dann, wenn derartige Angebote von seriösen Medien empfohlen werden. Wird ein Produkt nämlich von einem prominenten Gesicht beworben, so denkt man nicht sofort daran, dass es sich hier um eine Falle handeln könnte.

Wenn prominente Gesichter fragwürdige Geschäfte bewerben

Seit geraumer Zeit haben es Betrüger auf „Die Höhle der Löwen“, einer deutschen Gründershow, abgesehen: Im World Wide Web finden sich Werbeanzeigen wie auch Artikel mit ansprechenden Überschriften - so etwa, dass es sich um den „frechsten Auftritt“ handeln würde und den „größten Deal, der je in ‚Die Höhe der Löwen‘ zu sehen war“. In den Artikeln finden sich dann Fotos aus den Sendungen wie auch von den Investoren - beispielsweise von Frank Thelen oder Carsten Maschmeyer.

Das Ziel, das hier verfolgt wird? Menschen sollen in weiterer Folge animiert werden, auf die Werbeanzeige oder den Artikel zu klicken, sodass diese auf eine Produkt-Webseite oder in einen Webshop weitergeleitet werden. Es handelt sich somit um das Prinzip der Online-Werbung, das auch nicht fragwürdig oder gar verboten ist.

Jedoch werden die potentiellen Käufer mit einer Lüge angelockt - denn der „größte Deal“ war nie in „Die Höhe der Löwen“ zu sehen - und auch die Investoren haben sich nie gegenüber dem Projekt geäußert. Findet man also im Internet eine Anzeige einer Handelsplattform, die sich mit der Kryptowährung Bitcoin befasst und hohe Gewinne verspricht, wobei auch auf einen Auftritt in der Sendung „Die Höhle der Löwen“ verwiesen wird, so sollte man besser die Finger davon lassen.

Artikel immer auf Wahrheitsgehalt überprüfen

Auch wenn in der Anzeige zu lesen ist, dass die Idee gut angekommen sei und es sich womöglich um den „besten Deal“ handle, der je in der Sendung zu sehen war, heißt das nicht, dass das auch der Wahrheit entsprechen muss. So bestätigte das Medienportal „Meedia“ etwa, dass es einen derartigen Deal nie gegeben hat. So traten die „Erfinder“ nie in der Sendung auf; alle Investoren-Zitate, die in den Artikeln zu finden sind, wurden somit frei erfunden.

Die Handelsplattform gibt es aber. Mit der fragwürdigen Taktik, dass man sich auf die bekannte Gründershow bezieht, will man also gezielt neue Kunden gewinnen. Schlussendlich wird man - so die Betreiber - reich, sofern man eine Einzahlung von 200 Euro vornimmt. Am Ende gewinnen aber nur jene Personen, die sich hinter dem System befinden. Der Anleger sieht keinen Cent.

Doch es sind nicht nur Bitcoin-Trader, die mit derartigen Methoden auf Kundenfang gehen. So finden sich auch immer wieder Inserate von Diätpillen-Hersteller oder von Betreibern, die Anti-Falten-Cremes anbieten.

Ist man unsicher, ob das Produkt tatsächlich einmal in der Sendung „Die Höhe der Löwen“ vorgestellt wurde, kann man auch einen Blick auf die Fan-Seite werfen.

Fehlt das Impressum, so sollte man die Finger davon lassen

In erster Linie geht es darum, dass man weiß, worauf man achten muss, wenn man herausfinden möchte, ob es sich um sogenannte „Fake News“ handelt.

Anzeigen müssen immer als „Anzeigen“ oder „Inserate“ gekennzeichnet sein und sich von redaktionellen Inhalten abgrenzen. So findet man auf den Nachrichtenseiten immer den Hinweis, dass es sich um eine „Anzeige“ handelt - bei Facebook erscheint beispielsweise der Hinweis „Gesponsert“. So weiß der User, dass es sich um eine Werbung handelt.

Wer auf eine derartige Anzeige geklickt hat, der wird automatisch auf die jeweilige Seite weitergeleitet. Nun sollte man hier nach weiteren Hinweisen suchen, ob es sich um einen seriösen Anbieter handelt oder nicht - gibt es auf der Homepage keine Informationen zum Datenschutz oder auch kein Impressum, so sollte man besser die Finger davon lassen.

Aber auch in der Browser-Adresszeile kann man Hinweise finden, ob es sich um eine seriöse Webseite handelt. Mitunter ist auch die Qualität des Textes, der sich auf der Homepage findet, derart schlecht, sodass man relativ schnell weiß, dass der Beitrag garantiert nicht von einem Journalisten verfasst wurde.

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