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Bahn baut 2019 an 800 Baustellen gleichzeitig

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Regionalzug am Bahnhof Pasing in München Bild: AFP

Die Deutsche Bahn baut 2019 an 800 Stellen gleichzeitig und saniert Gleise, Brücken und Bahnhöfe. Für Passagiere drohen dadurch Einschränkungen.

Die Deutsche Bahn saniert 2019 rund 1500 Kilometer Gleise, 300 Brücken und rund 650 Bahnhöfe. "Wir sagen dem Stau auf der Schiene den Kampf an", erklärte Infrastruktur-Vorstand Ronald Pofalla am Mittwoch in Berlin. Allerdings bedeutet dies, dass ab März täglich an 800 Stellen gleichzeitig gebaut wird.

10,7 Milliarden Euro fließen dafür in die Schieneninfrastruktur und die Bahnhöfe. Welche Einschränkungen für Zugreisende dadurch entstehen, konnte die Bahn noch nicht präzisieren. "Wir ergreifen verschiedene Maßnahmen, um die Bauauswirkungen für Kunden gering zu halten", erklärte das Unternehmen. 

Dazu zähle das sogenannte "kundenfreundliche Bauen". So soll beispielsweise die Brückensanierung neu gestaltet werden. In der Vergangenheit riss die Bahn alte Brücken ab - und unterbrach so den Verkehr an der betroffenen Stelle, bis eine neue Brücke stand. Künftig will das Unternehmen zunächst Behelfsbrücken bauen und den Verkehr auf diese umleiten. "Durch solche Mittel ist es uns im vergangenen Jahr bereits gelungen, die mit Baumaßnahmen verbundenen Verspätungen um 27 Prozent zu reduzieren", sagte ein Bahn-Sprecher.

Auf vier Korridoren testet das Unternehmen zudem, wie sich Verspätungen besser verhindern lassen. Im Korridor zwischen Köln und Dortmund setzt sich die Bahn sechs Prozent weniger Verspätungen bis Jahresende zum Ziel.

Das deutsche Schienennetz ist stark belastet, seit 1994 fahren nach Bahnangaben 50 Prozent mehr Personen- und Güterzüge darauf. Um es zu entlasten, plant die Bahn für 2019 insgesamt 50 weitere Neu- und Ausbauprojekte.

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