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Raumsonde "Hayabusa 2" erfolgreich auf Asteroiden Ryugu gelandet

  • AFP
  • In UMWELT
  • 22. Februar 2019, 12:48 Uhr
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Asteroid Ryugu Bild: AFP

Die japanische Raumsonde 'Hayabusa 2' ist erfolgreich auf dem Asteroiden Ryugu gelandet. Die Sonde hatte im vergangenen Oktober 300 Millionen Kilometer von der Erde entfernt den deutsch-französische Lander 'Mascot' über dem Asteroiden abgeworfen.

Erfolg für die japanische Raumfahrt: Die Raumsonde "Hayabusa 2" ist kurz auf dem Asteroiden Ryugu gelandet. "Wir haben eine erfolgreiche Landung gemacht", sagte Hayabusa 2-Projektleiter Yuichi Tsuda am Freitag. "Hayabusa 2" landete, schoss eine Kugel in die Asteroiden-Oberfläche, um Staub für Proben aufzuwirbeln, und kehrte dann wieder in eine Warteposition in der Umlaufbahn zurück, wie Mitarbeiter der japanischen Raumfahrtbehörde Jaxa berichteten.

Ein Livestream aus dem Kontrollzentrum zeigte angespannte Jaxa-Mitarbeiter in den Minuten des Anflugs, die nach erfolgreicher Landung in Begeisterung ausbrachen und klatschten. Die "ideale Landung unter den besten Bedingungen" sei gelungen, sagte Projektleiter Tsuda.

Missionschef Makoto Yoshikawa versprach "neue Entdeckungen in der Astronomie". "Hayabusa 2" hatte bereits im vergangenen Oktober 300 Millionen Kilometer von der Erde entfernt den deutsch-französische Lander "Mascot" über dem Asteroiden abgeworfen. Der Lander sammelte daraufhin rund 17 Stunden lang Daten.

Die deutsch-französisch-japanische Mission soll neue Erkenntnisse über die Entstehung unsere Sonnensystems liefern sowie über die Möglichkeit, einen Asteroiden abzuwehren, sollte eine Kollision mit der Erde drohen.

Die Wissenschaftler vermuten organische Stoffe und Wasser von vor 4,6 Milliarden Jahren auf dem Asteroiden Ryugu. Im weiteren Verlauf der Mission soll "Hayabusa 2" erneut den Asteroiden beschießen, um Material von unterhalb der Oberfläche zu gewinnen.

"Hayabusa 2" war im Dezember 2014 gestartet und soll mit den Proben im kommenden Jahr zur Erde zurückkehren. Die Mission, die umgerechnet knapp 90 Millionen Euro kostet, verlief nicht immer problemlos. Ursprünglich war die Landung der Sonde bereits im vergangenen Jahr geplant. Weil sich die Asteroiden-Oberfläche jedoch als unerwartet zerklüftet erwies, musste länger nach einem geeigneten Landeplatz gesucht werden.

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