Justiz

R. Kelly von Ermittlern des Missbrauchs von Minderjährigen beschuldigt

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R. Kelly bei einem Auftritt 2013 in Los Angeles Bild: AFP

Der US-Sänger R. Kelly wird von der Staatsanwaltschaft des schweren sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen beschuldigt. Im März soll der 52-Jährige vor Gericht erscheinen.

Der US-Sänger R. Kelly wird von der Staatsanwaltschaft des schweren sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen beschuldigt. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Chicago am Freitag mitteilte, wurden formelle Anschuldigungen gegen den Musiker in zehn Punkten erhoben, von denen sich neun auf den Missbrauch von Minderjährigen im Alter von 13 bis 16 Jahren beziehen. Für den 8. März wurde den Angaben zufolge ein Gerichtstermin mit dem 52-Jährigen angesetzt.

Kelly sieht sich seit Jahrzehnten mit dem Vorwurf konfrontiert, minderjährige Frauen missbraucht zu haben. Im Jahr 2008 war er sechs Jahre nach Anklageerhebung aber vom Vorwurf der Kinderpornografie freigesprochen worden.

Nach Angaben des Opfer-Anwalts Michael Avenatti werden die inzwischen neu aufgekommenen Anschuldigungen durch ein aufgetauchtes Video untermauert, das den Sänger beim Sex mit einer Minderjährigen zeigen soll. Avenatti hatte bereits vor einigen Tagen mitgeteilt, das Video an die Ermittler in Kellys Wohnort Chicago übergeben zu haben. Der Sänger ließ die Vorwürfe über seinen Anwalt zurückweisen.

Der US-Sender "Lifetime" hatte im Januar eine sechsstündige Dokumentation ausgestrahlt, in der mehrere Frauen den Sänger beschuldigten, Sex mit Mädchen unter 16 Jahren gehabt zu haben. Andere Zeugen versichern, der durch Hits wie "I Believe I Can Fly" bekannte Musiker habe Frauen wie Sexsklavinnen gehalten. Als Konsequenz kündigte das Plattenlabel RCA die Zusammenarbeit mit Kelly auf.

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